Erst denken, dann schreiben…

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Hallöchen ihr Lieben!

Erst stand an dieser Stelle ein Text über eine dicke fette Schreibblockade… Den habe ich nun gelöscht… Nicht, dass sich das Problem wirklich geändert hätte, aber doch wenigstens meine Herangehensweise daran.
Ich habe momentan keine Schreibblockade im eigentlichen Sinne – so gesehen bin ich derzeit sogar sehr aktiv… Ich habe den Kopf voller Ideen, tüftel an Kurzgeschichten, Gedichten und Blogbeiträgen… Und doch habe ich gerade die ekelhafteste Blockade seit langem…
Ich komme nämlich nicht am Roman voran. Dabei ist eigentlich genau das mein Ziel: Daran weiter zu arbeiten und endlich mal nennenswerte Fortschritte zu machen.
Ich habe meine Figuren, habe den Plot… Und wollte endlich anfangen zu schreiben… doch jeder Satz, mit dem ich meinen Roman beginnen wollte, war nicht gut genug. Keine der Stimmen, die ich dem Erzähler geben wollte, hat gepasst.
Ich erwarte sehr viel von mir, denn diese Geschichte soll es wirklich schaffen. Ich weiß, dass sie es Wert ist, erzählt zu werden, ich nehme mir dieses Selbstbewusstsein jetzt einfach mal heraus! Doch ich mache mir einen unvorstellbaren Druck.
Ich dachte, ich sollte einfach weiter schreiben, ich sollte einfach das erste Kapitel schreiben, dann einen Punkt setzen, ein neues Dokument öffnen und nochmal von vorne anfangen. Und dann nochmal. Einfach so lange weiter schreiben, bis ich die Stimme gefunden habe. Ganz ungezwungen.
Und an sich halte ich auch an dieser Taktik fest. Sollte es so weit sein, werde ich mich auch dazu durchringen müssen und ich ahne jetzt schon, dass es wieder hart werden wird.
Doch fürs Erste habe ich mich anders entschieden: Zunächst werde ich mich nochmal mehr als ausführlich dem ganzen Plot, den Figuren widmen. natürlich kann man nicht alles schon im Vorfeld wissen, eine Geschichte ist etwas lebendiges, das auch während des Schreibens entsteht. Doch um wirklich einen guten Roman zu schreiben, sollte man sich doch alles reiflich überlegt haben, sonst ärgert man sich hinterher… und das Lektoriat wird teuer xD

Ich schaue mich nun aktiv nach Tipps von Autoren um. Ich verschlinge zum Beispiel Die You-Tube Videos der Autorin, Lektorin und Bloggerin Annika Bühnemann . Ihre erschienenen Bücher sprechen mich zwar inhaltlich nicht sonderlich an, dannoch habe ich das Gefühl, dass das, was sie anspricht alles recht hilfreich ist. Mir fällt auf, dass ich immernoch viel zu chaotisch an alles heran gegangen bin – und es fällt mir echt schwer, da Ordnung rein zu bringen, doch da bin ich bestimmt nicht die Einzige und jeder, der versucht, was größeres zu schreiben, wird dieses Problem kennen…
Zudem will ich mir das Buch „Briefe an junge Autoren“ von McCann bestellen (und euch gerne davon berichten ^^)
Ich hoffe einfach, dass ich meine Angst vorm Schreiben verlieren werde, wenn ich genau weiß, was ich schreiben werde.
Deswegen als jetzt all diese theorethische Input. Ich mache mir Notizen und erstelle mir Checklisten und schemas, nach denen in meine Figuren und den Plot überarbeite.
Ich bin denke ich recht zuversichtlich, dass dies der richtige Weg sein wird.
Und auch wenn es definitiv keine große Erkenntnis ist, dass man sich vielleicht doch einen Plan machen sollte, bevor man schreibt, ist es für mich doch gerade ein wichtiger Schritt.
Mensch, ich schwafel euch aber auch zu hier xD

Übrigens, wenn ihr Videos, Blogs oder auch Sachbücher zu diesem Thema empfehlen könntet, dann immer her mit euren Tipps! 🙂

Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit
und entsende die herzallerliebsten Grüße,
eure Luna

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6 Antworten auf „Erst denken, dann schreiben…

  1. Hallo.

    Also, ich habe vor Jahren mal von meinem Vater die Bücher von James N. Frey bekommen:
    Wie man einen verdammt guten Roman schreibt Bd 1 + 2

    Ist jetzt allerdings schon lange her, dass ich da das letzte Mal reingesehen habe – aber vielleicht wären die ja auch was für dich?
    Und sei es nur als neuer Input. Was man sich aus solchen Büchern rauszieht, liegt eh an jedem selbst.

    Außerdem mal gerade schnell beim Suchen im Netz gefunden:
    http://www.schriftsteller-werden.de/buchbesprechung/die-3-besten-buecher-ueber-das-schreiben/
    Dies ist ein Blog übers Schreiben von Jaqueline Vellguth.

    Und ich glaube, EINEN richtigen Weg zum Schreiben gibt es nicht – das ist von Person zu Person und von Geschichte zu Geschichte unterschiedlich.

    Deswegen: Hau in die Tasten oder lass den Stift übers Blatt fliegen. ;o)

    Gefällt 1 Person

    1. Ich danke dir für deine so ausführliche Antwort!
      Ich werde mir all deine Tipps definitiv zu Gemüte führen 🙂
      Es stimmt, viele Wege führen nach Rom 😉 ich habe mir nun einen Charakterbogen erstellt um meine Charaktere genauer auszubauen, ich hoffe, das hilft und denke, es ist tatsächlich der richtige Weg.

      Nochmal vielen Dank dir, solche Kommentare sind wirklich hilfreich! Ganz liebe liebe Grüße ❤

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  2. Läuft’s schon wieder? Der Eintrag ist ja schon ein paar Tage alt. Aber weil ich das Thema kenne und die rasende Unruhe, die mich erfasst, wenn die Dinge gerade mal nur im Kopf passieren und ich glaube, ich bekomme nie wieder ein vernünftiges Wort aufs Blatt. Mein Rezept dafür: Abwarten und Tee trinken. Es braucht einfach diese Zeiten, in denen die Dinge noch nicht raus wollen, sondern reifen müssen. Wie ein guter Wein. Irgendwann kommt es wieder und es fließt. Gerade bei längeren Texten ist zu viel Aktionismus nicht wirklich angebracht. Sonst haust du Tausende Zeichen aufs Papier, nur um sie bei der nächsten Überarbeitung wieder komplett zu löschen oder zu zerreißen. – Habe ich das Gefühl, ein Thema ist eigentlich reif fürs Papier, aber der Anschluss will nicht klappen, dann hilft es, sich auf andere Weise in die Geschichte einzufühlen. Ich schreibe dann schon mal Charakteristiken oder Biografien von Figuren oder beschreibe einen Ort. Es kann sein, dass diese Texte nie Eingang in die Geschichte finden, aber sie helfen mir, die innere Welt besser vor Augen zu bekommen und schon oft ist daraus ein neuer Handlungsfaden entstanden.
    Übrigens: Auch als Schreiberling von Kurzgeschichten bist du schon Autorin 😉
    Erfolgreiches Schreiben!

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    1. Ui, ich danke der Nachfrage 🙂
      Ja, ich habe diese Blockade zum Glück überwunden! Habe mich auch, wie du schon empfohlen hattest, genauer mit den Charakteren usw beschäftigt, und irgendwann begriffen, was wirklich das Wichtigste ist: die innere Ruhe. Du hast ganz recht, man sollte der Geschichte auch ihre Zeit geben, ansonsten ist es sowieso für den Papierkorb… Und das hat dann auch nix gebracht. Ich habe das erste Kapitel fertig und stecke nun im zweiten, bin nicht mehr ganz so sehr im Tempo, doch auch das ist okay. Ich merke, ich werde noch ein paar Punkte nacharbeiten, was die Story betrifft, und dann läuft das wieder^^
      Ganz großen Dank für deine lieben Worte! ❤

      Gefällt 1 Person

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