Pitch – Patsch…

 

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Halli – Hallo! 🙂

Vorab: Ich habe nun viel über mein Manuskript nachgedacht, was es ist, was mich so zögerlich macht, was mich so unüberzeugt zurück lässt… (Dank nochmal an Julia und Katrin für die lieben Kommentare ❤ )
Mir ist nun klar geworden, was an dem ersten Auftritt von Anne unstimmig ist. Ich bin in mich gegangen, hab die Anne in mir gefunden und bin nun dabei, das erste Kapitel zu überarbeiten. Ich bin heilfroh, diesen Fortschritt jetzt schon gemacht zu haben und weiter zu kommen, obwohl alles immernoch um mich herum immer noch wuselig ist. Da gebe ich mir doch auch gerne mal ein Schulterklopfen dafür, dass ich meiner eigenen Zeitplanung voraus bin ^^

Überdies habe ich schon vor einigen Tagen angefangen am berühmt berüchtigten Pitch  zu arbeiten. Falls jemand mit diesem bestimmten Wort nix anfangen kann: Der Pitch ist dieser eine Satz, der dein Buch beschreibt. Wenn dich jemand fragt, worum es in deinem Buch geht, sollte in diesem Satz nicht nur kurz und knapp der Inhalt enthalten sein, sondern auch eine Andeutung auf die Spannung, den Konflikt deines Romans.
Ich stieß auf diesen Beitrag von Hans Peter Roentgen, in dem er die Wichtigkeit und Kunst des pitchens nahe legt. Wirklich sehr lesenswert, wie ich finde 😉
Ich bin nun niemand, der glaubt, sagen zu können, es gibt etwas, das musst du machen, wenn du einen Roman schreiben willst. Deswegen mach ich das auch nicht.
Doch ich denke, wenn man fest steckt, ist es ganz sinnvoll, sich über den Pitch und den Klappentext, in welchen dieser auch integriert sein kann, nachzudenken.
Es hilft einem unheimlich dabei, zu überprüfen, ob die Story nachvollziehbar ist. Wenn man immer wieder während des Schreibprozesses seine Geschichte auf den Pitch hin prüft, erkennt man, ob man sich in einer Nebenhandlung verfangen hat, die zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht und somit das Eigentliche, was man erreichen möchte, verfälscht. Man bringt sich dazu, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren.

Ich hatte das eben nochmal sehr nötig. Ich musste mich meiner Geschichte vergewissern.
Also pitchte ich los. Ich wollte den Tipp befolgen, einfach 12 Pitches aufzuschreiben, ohne lange nachzuenken und dann am Ende schauen, was man alles daraus machen kann. Doch bei sowas war ich noch nie gut. Schon früher im Kunstunterricht, wenn es hieß, wir sollten fünf Skizzen anfertigen und dann das Bild malen, versagte ich jämmerlich. Ich wusste meistens sofort, was ich malen wollte, habe dann zwei Skizzen hingeschmiert, die eigentlich auch überflüssig waren (hatte ja alles genau im Kopf^^) und machte mich sofort  ran ans Werk. Im Nachhinein dachte ich mir schnell noch die drei fehlenden Skizzen aus, die etwas völlig anderes darstellten und auf eine Entwickling der Idee hindeuteten… muss ja wegen der Note… Wie sinnvoll das ist, sei mal dahin gestellt xD …Schule eben 😉
Ich habe es auf vier Pitches gebracht, die alle auch mehr als Artverwand sind, hier der Gewinner:

Ein Grafittie lässt Thomas in einem völlig neuen Licht erscheinen und setzt eine Lawine in Gang, die nicht nur sein Leben, sondern seine gesamte Realität unter sich begräbt.

So. Tadaa! Lasst die Korken knallen ^^
Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Pitch handwerklich ein Glanzstück ist, doch zumindest erfüllt er hervorragend seinen Zweck und ich kann mich durch ihn immer wieder neu auf meine Geschichte zurück besinnen.
Was haltet ihr denn davon? Macht es Lust, mehr zu erfahren und das Buch zu lesen?

Wenn ich das nächste Mal nicht weiter komme, werde ich wohl eine Art Klappentext erstellen. Ich finde es einfach absolut hilfeich. Ich meine, man hat die Story und deren Gerüst beim Schreiben ja sowieso immer im Hinterkopf, doch dieses abstrahierte im Klappentext ist noch einmal eine ganz andere Hilfestellung. Man wird sich dem Kern der Story wesentlich bewusster – und ich bin ehrlich, mich motiviert es einfach ungemein^^
Wenn ich an einen möglichen Klappentext denke, dann sehe ich das Buch vor mir, stelle mir vor, wie ich es in den Händen halte, wie es im Buchhandel steht, wie es andere in den Händen halten… Ich weiß, das ist hoch geträumt, doch ich lasse mir das nicht nehmen, woher könnte ich sonst die Kraft nehmen, zu schreiben und Leben zu erschaffen 😉

Wie ist das denn bei euch? Findet ihr so etwas wie einen Pitch oder den Klappentext genauso hilfreich, wie ich?

Ganz liebe Grüße schicke ich euch in hoffentlich sonnigere Teile des Landes,
eure Luna ❤

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9 Kommentare zu „Pitch – Patsch…

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  1. Ich finde ganz interessant, dass du dich jetzt schon mit dem Pitch und dem Klappentext auseinandersetzt. Ist mit Sicherheit von Vorteil! Ich hatte mir darüber nämlich wirklich erst Gedanken gemacht, als es darauf ankam, das Exposé zu formulieren … und ohne Witz, das war schrecklich! Ich kann jetzt jeden Beitrag verstehen, der sagt, dass das Exposé für den Autor die größte Herausforderung ist. Einen Wälzer auf wenige Seiten runterbrechen, dabei den Inhalt spannend, aber nicht zu spannend formulieren usw. usf., du weißt es ja selbst. Da ist es für dich bestimmt leichter, wenn du am Ende des Manuskripts auf ein paar bestehende Zeilen zurückgreifen und darauf aufbauen kannst 😊.
    Deinen Pitch finde ich richtig gut! Da ich die Story ja grob kenne (hehe), finde ich das optimal auf den Punkt gebracht und weckt definitiv das Interesse, mehr lesen zu wollen. Vor allem stellt man sich die Frage: Wie kann ein Graffiti so eine Welle auslösen?

    Hab einen schönen Tag! 🌼

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    1. Hehe ja, die Story kennste 😉
      Freut mich dass dir der pitch gefällt ^^
      Und ich hoffe mal, dass es mir hilft, wenn ich mich jz schon damit beschäftige… Und jeden Fall hilft es mir sehr beim fokussieren 😊
      Und ich drück Dir weiter die Daumen fürs Exposé 😯😅

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  2. Ich gehöre zu den Autoren, die sich über einen Pitch erst hinterher Gedanken machen. Aber da ich ja generell eher weniger vorplane (Ausnahmen, Regel und so), ist das wohl auch nicht verwunderlich.

    Bei deinem Pitch würde ich persönlich noch ergänzen, in welchem Licht Thomas denn vorher erscheint. Damit die Veränderung deutlicher wird 🙂 .

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    1. Gut, ich gehöre definitiv zu den Planern 😅 wobei ich finde, ein pitch hat gar nicht so viel mit Planung zu tun sondern bei mir stand der mehr oder weniger unbewusst schon von anfang an mit der ersten Idee… Ich hatte mir da nur noch nicht die expliziten Gedanken gemacht ^^
      Ich kann es mir immer gar nicht vorstellen, dass Leute nicht vorplanen sondern mehr so die drauf los schreiber sind, ich finde diese Art total bewundernswert.^^

      Ich denke, für den pitch an sich könnte es dann ein wenig zu lang werden, oder? Man könnte vielleicht sagen „Der Familienvater Thomas“, das macht es. Vielleicht etwas deutlicher, was er alles zu verlieren hat, oder?

      Danke Dir Für deinen Kommentar,
      Liebe Grüße 🙃

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      1. Ich kenne ja „deinen“ Thomas nicht, deswegen kann ich das jetzt nicht so richtig beurteilen. Lustig finde ich ja irgendwie, dass du von einem Thomas schreibst und mein Protagonist Tomasz heißt. Zufälle gibt’s …

        Letztlich ist weder das Planen noch das Drauflosschreiben etwas Bewundernswertes. Es sind unterschiedliche Herangehensweisen an dieselbe Sache. Niemand, der plant, ist davor gefeit, dass ihm auf einmal der Gaul oder das berühmt-berüchtigte Plotbunny durchgeht. Und niemand, der einfach schreibt, kann sich davon frei machen, auch ungefähr zu wissen, was Person X in Szene Y passieren wird.

        Ich finde, die Mischung macht es. Wie meistens im Leben :-).

        Liebe Grüße (und sorry für die kleine Verspätung *g)

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      2. Ja klar, beides ist schlicht und einfach eine Arbeitsweise, die für verschiedene Menschen gemacht ist. Das ist mir an und für dich bewusst. Trotzdem ist es für mich auf eine gewisse Weise unvorstellbar und ich habe große Augen eines kleinen Kindes, wenn du verstehst was ich meine 😅
        Manchmal wunder ich mich mit viel Enthusiasmus 😉
        Och, und für eine Verspätung musst. Du dich nicht entschuldigen, bist. Ja Niemandem was schuldig 😉

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  3. Ui, jetzt hast du mich aber auf eine Idee gebracht! 😀 An so einen Pitch oder Klappentext im Voraus zu erstellen, habe ich nie gedacht. ^^‘ Irgendwie war das für mich dann so “ja, das mache ich dann am Schluss!”. Aber da hast du mir jetzt eine ganz andere Sichtweise gezeigt. 😀 mega gut! Ich glaube, ich überlege mir das auch gleich für meine Geschichte. 🙂

    Und deinen Pitch finde ich übrigens sehr spannend, weil es gleich mehrere Fragen aufgeworfen hat: Was ist das für ein Graffiti? Und warum beeinflusst ihn das so? 😀 Also bei mir hat’s geklappt. ^^

    Gefällt 1 Person

    1. Ui schön dass ich dir da vllt einen kleinen Anstoß geben konnte ^^
      Wäre ja schön, wenn dir das auch weiter hilft, einen Versuch ist es bestimmt wert 😉

      Und ich danke dir😊
      Freut mich, wenn der pitch ein wenig Wirkung zu zeigen scheint 😉

      Gefällt 1 Person

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