No Limits und über Vertrauen in den eigenen Traum

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Ahoi Piraten!

Ich muss mich outen… Ich bin Kelly Family Fan!
Ja doch, ganz ehrlich… Es begab sich vor vielen, vielen und noch viel mehr Jahren… Da fiel mir an einem schicksalshaften Tag, sicher herrschte Nieselregen, diese CD Over the Hump in die Hände und ich war rettungslos infiziert. Es folgten zwei weitere CD´s, drei Fanbücher und vor allem bestimmt acht Videokasetten mit Live-Auftritten und Musikvideos… Ich tanzte in meinem Zimmer zu Why, why why , An Angel, Baby Smile, Roses of Red, Key to my Heart …. und sang dazu in einem jungfräulichen Englisch, das sich nicht nach Kenntnissen, sondern nach Gehör richtete.
Meine Mutter schmunzelte, mein Vater war wohl fassungslos, doch irgendwie akzeptierten alle meine kleine Macke, während ich beinahe Tränen hätte vergießen können, dass ich zu spät geboren worden war und die einstige große Ära verpasste, sodass ich nun in der unwiederholbaren und unerreichbaren Vergangenheit schwelgen musste. Doch zum Glück legte sich das auch mit der Zeit, ich hörte andere Musik und kam irgendwann nicht umhin, selbst über meinen damaligen Geschmack zu lachen. Doch eine gewisse Liebe bleibt einfach bestehen, da sind mir die Hände gebunden. Die Kellys haben sich auf ihre ganz eigene Art und Weise ein Platz in meinem Herzen gesichert…

Nun sah ich schon seit einer Weile Plakate hängen, dass Joey Kelly, der sich als Extremsportler einen Namen macht, mit einem Vortrag über das Erreichen von Zielen in die Stadt kommt. Ich hatte wirklich Interesse an der Veranstaltung, doch offen gestanden waren mir fast 20 Euro Eintritt dann doch zu viel, also ließ ich es bleiben. Durch einen absoluten Zufall, der mich mal wieder an das Leben glauben lässt, kam es aber eben doch dazu, dass ich die Veranstaltung besuchen durfte! Nun, vielleicht lag es auch mehr an meiner wundervoll verrückten Mutter, die natürlich, wie könnte es anders sein, Joey Kelly am Tag des Vortrags in der Stadt begegnete und in einem Gespräch das Angebot bekam, mit mir zusammen umsonst hinein gelassen zu werden. Meinen überraschten Gesichtsausdruck könnt ihr euch vielleicht vorstellen, als um 15 Uhr der Anruf meiner Mutter kam, wir hätten am Abend etwas vor^^

Und ich muss sagen,  mein Leben hat mich mal wieder haargenau richtig geleitet, der Vortrag war nämlich das Beste, was mir hätte passieren können!
Ich bin mir gerade nicht sicher, was ich alles zu Joey Kelly sagen muss… Er ist ganz simpel gesagt einfach ein viel zu krasser Typ. Er hat seit vielen vielenJahren sein Hobby, den Sport, zu einer Art Lebensaufgabe gemacht, nahm an unglaublich vielen Marathons teil, absolvierte als Erster acht Ironmen in zwölf Monaten, rannte durch Antarktis und Wüste oder hüpfte durch sämtliche TV-Total-Sportformate und ist wohl generell nie mal nicht in Bewegung. Zudem steht er seit der Reunion der Kelly Family auch wieder auf der Bühne und macht sich privat im Immobilienbuissiness zu schaffen.
Wenn einer davon sprechen kann, wie man Ziele erreicht, dann wohl er^^
Es war ein klasse Vortrag, denn allem voran ist Joey ein ultra sympathischer Typ, der nicht mit erhobenen Zeigefinger in angeblicher Weisheit vor sich her palavert, sondern er spricht ganz ungeniert und mit grandioser Selbstironie von eigenen Fehlern. Er stellt sich nicht hin und behauptet zu wissen, was man machen muss, um erfolgreich in dem zu sein, was man macht. Er wirft mit keinen Phrasen um sich, ist kein hohler Motivationscoach – und doch ist er das inspirierenste gewesen, was ich seit langem gesehen habe.
Denn er vermittelt mit jeder Faser seines Körpers, was Gold wert ist: den Glauben an sich selbst. Den Glauben an Werte, an das Geben. Dass man, wenn man ein Ziel hat, dieses auch erreichen kann, wenn man mit Geduld und unerschütterlichem Glauben daran arbeitet.

Er ließ vor unseren Augen den Aufstieg der Kelly Family revue passieren. Eine musikalische Familie, die im Urlaub in Italien ausgeraubt wurde und mit leeren Händen da stand, sodass der Vater sagte „Gut, irgendwie können wir alle ein bisschen Musik, wir brauchen Geld, lasst uns auf die Straße gehen und Geld verdienen“. Und die Leute waren begeistert. Also machten sie weiter. Es gab Tage, da machten sie 3000 DMark mit Straßenmusik. Dann gab es Tage, da saß vor ihnen nur ein einziger betrunkener Penner. Doch es setzte sich ein Traum fest, sie wollten auf die Bühne, wollten alles erreichen, was man erreichen kann.
Sie erlebten harte harte Jahre auf der Straße, immer nahe am Bankrott. Aber sie glaubten an sich. Sie gaben nicht auf.
(Hier muss ich einfügen, dass ich das Projekt Kelly Family auch nicht unbedingt durch die rosarote Brille betrachte. Es war mit Sicherheit eine Menge Drill dahinter und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es auch nicht jedem Individuum unbedingt zu hundert Prozent gut getan hat, so aufzuwachsen. Man war nicht dabei, kann schwer sagen, wie es wirklich war, doch mit Sicherheit war es nicht die Familienidylle, die gerne vermittelt werden sollte, aber darum soll es mir gerade auch gar nicht gehen. Es geht mir darum, dass ein Traum verwirklicht wurde, doch was schreibe ich hier… lest einfach weiter 😉 )
Irgendwann hatten sie ihre Fan-Gemeinde. Klein, aber immerhin. Da kam dem Vater eine kühne Idee auf: Was wäre, wenn sie einfach so, auf eigenes Risiko und ohne Plattenlabel oder Manager im Rücken ein Stadion mit 17 000 Plätzen mieten würden. Sie wurden für verrückt erklärt, doch ließen sich nicht aufhalten. Sie klebten Plakate, verkauften auf Straßenkonzerten für acht bis 15 DM Karten und ja, das unglaubliche geschah – irgendwann war es ausverkauft!
Sie machten zwar keinerlei Plus bei dieser Aktion, aber sie haben es geschafft, dass alle Augen auf sie gerichtet waren. Auf die Irren, die so sehr an sich glaubten, dass sie einfach so ein Stadion mieteten.
Es ist Wahnsinn! Und der erste Schritt zum Bahnbrechenden Erfolg.
Wie gesagt, lassen wir mal kurz alle Kritik der sicherlich kritikwürdigen Erziehung außer Acht: Das, was Dan Kelly da auf die Beine stellte mit seinem endlosen Willen und seinem grenzenlosen Ehrgeiz, das ist unfassbar! Er hat nie aufgehört daran zu glauben, hat hart gearbeitet und darauf vertraut, dass sich all das auszahlen wird.

Ich bin heute auf einen Beitrag von Sunita,  Der Bücherreisenden gestoßen, in welchem sie von ihrem Traum berichtet, Schriftstellerin zu werden. Ganz nebendei möchte ich euch, falls ich das nicht sowieso schon gemacht haben sollte (und wenn doch, dann eben nochmal^^) diesen Blog echt empfehlen, ist wirklich einen Blick wert ❤
Ich fand es in jedem Fall mal wieder sehr passend, wie der Zufall so spielt, dass sie vom schweren Träumen schreibt, davon, wie hart es ist, sich duchzusetzen, sich zu entscheiden, zu kämpfen, wo ich doch gerade diesen Beitrag schreibe. Liebe Sunita, vielleicht kann dich diese kleine Kelly Familie Geschichte genauso ermutigen, wie mich… Was auch immer du von ihrer Musik halten magst 😉  Und entschuldige, wenn ich dich so ungefragt mit ihnen in Verbindung bringe, ich hoffe, du bist nicht all zu abgeschreckt xD

Doch ich denke nunmal, wir alle, die wir einen Traum, ein Ziel haben, können, wenn wir wollen, aus dieser Geschichte lernen. Der erste Schritt, zu sich selbst zu finden und glücklich zu werden besteht nunmal darin, ein Ziel zu finden. Ziele sind etwas sehr persönliches und sehen bei jedem anders aus, bei Manchen organisierter, bei Manchen spontaner. Bei Manchen ist es mit Erfolgen verbunden, bei Anderen mit einer Lebenssituation, bei Anderen wieder ganz anders definiert. Doch irgendetwas muss da sein, was uns antreibt. Und daran müssen wir glauben. An uns und unseren Traum.

Mir tat dieser Vortrag wirklich gut. Ich habe Vertrauen, auch wenn mir bewusst ist, dass es auf viele fast schon seltsam wirken muss, wie viel Vertrauen ich habe. Ich bin einfach positiv eingestellt. Ich weiß, was ich will und ich weiß, dass ich es erreichen kann. Es liegt an mir und am Glück, und ich glaube nicht, dass irgendetwas davon mich im Stich lassen wird. Das kann nun vielleicht eingebildet wirken oder naiv, doch das ist mir egal. Ich sage es in aller Demut. Demut vor dem Leben vielleicht, vor dem Wunder… Ich weiß nicht, ob das nun Sinn ergibt, doch was solls^^

So meine Lieben, nun beende ich aber mal endlich diesen hoch motivierten Beitrag. Sehr passend, denn nun spielt auch gerade das letzte Lied der CD. Ach, habe ich das schon erwähnt? Natürlich musste nun, der alten Zeiten wegen, das Kelly Best-Of eingelegt werden. Ach, ich kann nicht anders… es ist zwar ein wenig peinlich, aber bei diesen Klängen blüht mein Herz ein auf 😉

Wenn ihr wollt, lasst raus, was ihr so denkt! Sei es nun über Musik, eure Träume, das Vertrauen oder was auch immer. Für ein gutes Kuchenrezept sind wir denke ich auch alle zu haben 😉

Ganz liebe und herzliche Grüße wie immer
von eurer Luna ❤

 

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8 Kommentare zu „No Limits und über Vertrauen in den eigenen Traum

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  1. Ich musste schmunzeln! Sehr sogar 😀 Man hatte in seiner Kindheit doch immer ziemlich … ungewöhnliche Idole und Musikfavoriten (Mozart, mein alter Freund haha) …

    Und zu deinem Erlebnis: Was ein Zufall! Aber sehr cool! Ich kann mir vorstellen, dass man einen großen Motivationsschub bekommt, wenn man das „Mittel zum Zweck“ direkt am Paradebeispiel vorgeführt bekommt: durch Begeisterung und der Fähigkeit, niemals aufzugeben und manchmal Dinge zu riskieren, kommt man ans Ziel. (Plus ein kleines bisschen Arbeit). Ich glaube daran, dass wir unseren Traum, Schriftsteller zu werden, erreichen. Schließlich lassen wir keinen Stein unberührt, ehe das perfekte Manuskript und ein Haufen guter Kontakte stehen. Man darf sich nur niemals von Rückschlägen und „schreibarmen“ Phasen entmutigen lassen. Da passt sogar die Verwendung eines klassischen Oma Spruchs: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen 🙂 ♥️

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    1. Ich denke auch, wir schaffen das ❤️ und sollte mal einer von uns nen Hänger haben, geben wir uns einfach einen Tritt in den Allerwertesten😉
      Wenn jemand etwas so sehr will, da kann es doch gar nicht schief gehen, oder? 😅

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  2. Ich habe die Kellyfamiliy Anfang der neunziger Jahre noch als wirkliche Straßenmusikanten erlebt. Zum Abschluss ihrer Auftritte spazierten sie mit einem Hut durch die Reihen und sammelten ein, was die Leute zu geben bereit waren.
    Fand das immer schön. –
    Zu schämen gibt es übrigens gar nichts, wenn man sich etwa auf Musiken, Bücher, Erlebnisse besinnt, die schon weiter zurückliegen. (Ich tue das sogar oft ganz bewusst.) Mögen sie mit heutigen Maßstäben betrachtet „uncool“ sein – das interessiert mich gar nicht. Wer weiß denn, was an den heutigen Maßstäben „uncool“ ist?
    Liebe Grüße an Dich, Luna! 🙂

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    1. Ich denke auch, man muss sich für seine Kinder – und Jugendsünden nicht schämen 😉
      Und ein periodisches nochmal-hören ist einfach immer wieder schön 😅
      Auch an dich liebe Grüße zurück, ich hoffe, du machst heute was feines😊

      Gefällt 1 Person

  3. Was für eine tolle Geschichte! Ich wusste bisher nicht viel über die Kelly Family, aber jetzt habe ich richtig Lust, mich mehr mit ihnen zu beschäftigen, denn diese Erfolgsstory ist echt total inspirierend ❤ Da werde ich gerne mit in Verbindung gebracht 😉 Lustigerweise lag bei uns früher immer genau diese Kelly Family CD rum, die auf deinem Foto zu sehen ist und ich weiß bis heute nicht, wer aus meiner Familie eigentlich Fan von denen war 😉 Vielleicht sollte ich sie mal wieder rausgraben 🙂 Und dein Optimismus ist wirklich ansteckend und genau die richtige Einstellung! 😀

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    1. Ach schön, dass du damit was anfangen kannst ^^
      Und vielleicht wäre eine Recherche angebracht, den Besitzer der CD ausfindig zu machen… Wenn man Geldsorgen hat ist immer gut, wenn man weiß, wen man mit seiner dunklen Vergangenheit erpressen kann 😉

      Dir noch nen schönen Abend – und natürlich ne Menge Optimismus 😊💚

      Gefällt 1 Person

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