Handygedaddel und fokussiertes Arbeiten

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Aloha ihr Frühblüher!

Ihr kennt vielleicht dieses Problem…Das man sich schwer darin tut, den Fokus zu finden, sich auf eine einzelne Handlung zu konzentrieren, ohne nebenbei Nachrichten zu schreiben, ein Video zu sehen, Musik zu hören… Ach, wie wird eigentlich das Wetter morgen? Und wo war nochmal Wuppertal? Ah, da. Schon wieder vergessen. Aber nicht schlimm, hab ja grad eh ne Nachricht bekommen. Ach, ich lese schnell mal ne Seite. Haha, witziges Bild, was mir die Freundin schickt. Schnell antworten. Da fällt mir ein, ich wollte doch endlich meine neue Kurzgeschichte abtippen, damit ich die bald mal hochladen kann. Hmm, Musik an oder aus? Ich schau mal auf Youtube, da war doch letztens dieser eine Song… Oh, das Y.Kollektiv hat ne neue Reportage oben!

Ja…
Das ist nun natürlich etwas überspitzt, doch leider auch nicht zu unrealistisch. Es gibt in letzter Zeit tatsächlich Tage, da ist sowas doch ein bisschen Dauerzustand geworden. Ich möchte mir gar nicht zusammen zählen, wie viel Zeit ich sinnlos verdattelt habe…. Und wie viele Nerven dabei draufgegangen sind! Mir tut das nämlich gar nicht gut.
Mir fällt schon seit einer Weile auf, dass ich unglaublich viele Dinge parallel mache, als hätte ich angst, ich könnte ins Nachdenken kommen, wenn ich nur ein Was mache. Gut, es ist auch nicht permanent so. Alles in allem bin ich eben doch ein Denke-Mensch und sitze auch mal 15 Minuten einfach nur da und… denke… Aber zuletzt hat doch dieses dauergestresste-überall-und-nirgends-geseie überhand genommen. Eben auch, weil ich kaum geschrieben habe, das ist mir klar. Momentan habe ich ja mehr oder weniger Freizeit, ich warte darauf, das bald meine Ausbildung anfängt, sprich mein Tag hat wenig Struktur, wenn ich sie mir nicht selbst schaffe. Und Schreiben schafft Struktur. Die letzten Wochen, die ich fast ohne mein Projekt verbracht habe (siehe letzter Beitrag 😉 ), haben mich in einer gewissen Weise heimatlos werden lassen, ich war also sehr anfällig fürs Handygemache und Sinnlos-ein-bisschen-was-aber-nichts-so-wirklich-getue…
Mir war schon seit einer Weile klar, dass das nicht so gesund für mich ist und ich definitiv ein bisschen mehr abschalten, meinen Konsum regeln muss, da stieß ich doch auf diesen Beitrag von Kaya. Sie beschreibt (auf eine total herrliche Art und Weise) wie sie selbst unter ähnlichem Problem litt und deswegen zu einem für sie bewährten Mittel griff: eine Woche lang ihre Gewohnheiten aufzugeben. Sie entschied sich also eine Woche lang alles bewusst und nacheinander zu machen. Kein multigetaske. Kein zwischendurchgehandye. Ich fand das einen sehr inspirierenden und bestärkenden Post, und möchte ihn deshalb so gerne mit euch teilen! Schaut euch das wirklich mal an, wenn ihr selbst ab und an an solch einem Punkt steht, es ist sehr motivierend.
Doch, okay, ich gebe es zu… Ich bin nicht auf Entzug gegangen, ich habe mir nicht die gleiche Aufgabe gestellt, wie sie. Denn bis zu einem gewissen Grad kann ich sogar effektiver arbeiten, wenn ich zwischen Aufgaben hin- und herswitche, da komme ich nicht in so ein lähmend monotones irgendwas rein. Aber wie gesagt… Nur bis zu einem gewissen Grad. Und diesen Grad hatte ich eindeutig überschritten.
Seit ich den Artikel gelesen habe, habe ich mich nun wesentlich mehr im Auge behalten. Habe „Nein Luna“ gesagt, wenn ich zum Handy greifen wollte. Habe überlegt, ob das nun sein muss. Warum ich zum Handy greife. Ob ich nicht doch ein wenig Ruhe aufkommen lassen sollte, ob da nicht doch ein Gedanke sprießen könnte.
Das tat gut!
Und wie ihr vielleicht gelesen habt, es hat auch definitiv dazu beigetragen, dass ich nun wieder an meinem Roman dran bin.
trotzdem fällt es mir noch schwer. Es ist echt ein kleiner Kampf. Doch da ich ihn offensichtlich nicht alleine Kämpfe und es für einfach alles eine App gibt – gibt es für dieses Problem eine App!^^

Hier also nun die zweite Empfehlung – doch Achtung, nur vorläufig, denn ich habe die App erst einmal genutzt und kann nicht gewähren, dass der erste gute Eindruck auch hält, was er verspricht 😉
Die App heißt Forest und die Idee dahinter ist so simpel, wie genial. Es ist eine kleine Hilfe, sich zu fokussieren. Quasi ein Spiel, das einem Hilft, nicht am Handy zu spielen, sondern zu arbeiten. Man hat ein Stück Land, auf welchem man einen Wald sähen kann. Man pflanzt den Keim und kann einstellen, wie lang dieser Keim wachsen soll, bei mir heute eine halbe Stunde. Dann wächst er. Und in dieser halben Stunde darf man nicht die App verlassen und etwas anderes machen, ansonsten verdorrt der Baum! Schaut man trotzdem drauf, wird man auf drollige Art und Weise vom Baum ermahnt, doch bitte weiter zu arbeiten und ihn in Ruhe wachsen zu lassen. Es ist affig, aber genial! Vielleicht liegt es an meiner Pflanzenliebe, keine Ahnung, doch bei mir wirkt es total. Man könnte natürlich die Zeit am Laptop oder sonstwie anders vergeuden, doch man macht das nicht, man überträgt die Challenge automatisch auf die gesamte Umgebung. Setzt man sein Bäumchen also mit einem bestimmten Vorhaben, ist man echt motiviert, dieses Vorhaben zu erreichen, man will es sich selbst einfach zeigen. Ich habe etwas über 500 Wörter geschrieben und war froh, nun wieder endlich richtig in der Story drin zu sein. Es ist nicht viel, aber ein vielbedeutender Anfang! Ich war stolz auf mich. Und ich war stolz auf mein erstes Bäumchen…
Wäre ja auch gelacht, wenn ich als angehende Gärtnerin nicht so ein blödes Wäldchen wachsen lassen könnte… Wozu bin ich schließlich Autorin 😉

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Eindrücken vielleicht auch dazu anregen, euer Verhalten zu überdenken und eventuel den fehlenden Schubser verpassen, der nötig war, falls er denn nötig war 😉 Falls weitere fragen zur App aufkommen, fragt gerne, ich beiße nicht … Versprochen!

Die liebsten Grüße sendet euch wie immer
die Luna ❤

P. S. : Was ich zu App doch noch hinzufügen muss… Man räumt ihr natürlich enorm viele Berechtigungen ein,immerhin scannt sie dein Telefon komplett durch um zu checken, ob du woanders aktiv bist. Ich meine, ja, wir haben alle zur genüge von der DSGVO gehört, doch in mir regen sich Zweifel, wie sicher soetwas dann dennoch ist. Und selbst, wenn meine Daten hier nicht an irgendwelche Firmen weiter gegeben werden, ist es doch ziemlich krass, wenn man bedenkt, dass es schnell passieren könnte… Doch DAS ist ein ganz anderer Beitrag… 😉

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10 Antworten auf „Handygedaddel und fokussiertes Arbeiten

  1. Hallo Luna!
    Dieser Beitrag hört sich grad so an als hättest du bei mir Mäuschen gespielt, denn so geht’s mir auch schon seit einer gewissen Weile. Ich mache alles und dann doch nichts. 😛 Ich rede mir zwar ein, dass ich es mache um mein Stress-level runter zu bringen aber im Endeffekt stresst es mich mehr als alles andere.

    Der Beitrag zu dem du verlinkst hört sich interessant an und sah auf den ersten Blick auch super interessant aus! 😀 Den werd ich mir später mal genauer anschauen.

    Ich finde aber auch, dass wenn man zwischendurch mal die ein oder andere Kleinigkeit macht ist das ok. Persönlich werde ich zu schnell „unterfordert“, wenn ich mich immer nur einer Sache am Stück widmen soll und langweilig wird es auf Dauer auch. Die besten Dinge fallen einem (mir), ja doch eher ein, wenn man es am wenigsten erwartet und ganz andere Sachen macht.

    Ich kann die App eigentlich nur empfehlen! Die hatte ich damals als ich an der Uni noch Kurse hatte benutzt, wenn es darum ging meine Semesterarbeiten fertig zu kriegen oder einfach nur die Bücher für die Literaturkurse zu lesen. 😛 Was du ansprichst und was mich damals auch sehr gestört hat, ist das die App das ganze Handy abcheckt, deswegen hatte ich sie nach 2 Semestern und nach kaum Benutzung wieder gelöscht. Was jedoch nicht schlimm war, denn für das Aufbauen von Routinen und der Gleichen war die App super. Jetzt regle ich das ganz einfach mit meiner Stoppuhr am Handy. Heute hatte ich auch im Appstore, den „Focus Keeper Free: Work & Study Timer“ gefunden und wollte den mal ausprobieren, da mir beim „normalen Timer“ vom Handy, der Rückblick der letzten Tage fehlt um mich weiter anspornen zu können. 😛

    Ansonsten wünsche ich dir viel Glück beim „einhalten“ und routinierter sein/werden. 🙂 Und weiterhin viel Erfolg mit deinem Roman! Ich bin momentan auch wieder voll motiviert und Übersetzte die Charakterprofile. xD

    Ganz liebe Grüße
    Sarah

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    1. Hallöchen Sarah^^
      Na, das ist doch mal ein schöner Zufall, wenn sich die Themen so überschneiden 😉

      Ich glaube auch, dass man sich oft raus redet mit dem Argument „Ich brauche das, um runter zu kommen“. Tatsächlich ist es eher eine ungesunde Abhängigkeit. Jemand, der täglich nen Joint braucht, fühlt sich auch erstmal besser, wenn er sich einen durchzieht, in der Gesamtbewertung muss man dieses Verhalten doch als eher ungesund einstufen ;P
      Und ich glaube, man sollte sich wirklich mal die Herausforderung stellen, ganz abzuschalten. Das kann dem Kopf sehr gut tun. Ich könnte mir vorstellen, dass sich mir dann doch noch ganz andere Dinge erschließen. Manchmal bin ich nämlich doch skeptisch, ob ich mir nicht doch lieer einrede, dass ich besser arbeite, wenn ich hin- und herswitche. Ich meine, das resultiert ja schließlich daraus, dass aufgrund von Handy und Co meine Aufmerksamkeitsspanne enorm gesunken ist. Wenn ich also ansetzen würde und trainiere, mich wirklich über lange Zeiträume nur auf ine Sache zu konzentrieren, dann hebt sich der kreislauf wahrscheinlich auf^^

      Ach, schön dass du auch gute Erfahrungen mit der App hattest – wenn auch mit gemischten Gefühlen 😉
      Ich denke auch, es dient perfekt als Übergang und Eingewöhnung, um sich eine Routine Aufzubauen. Ansonsten hilft auch ein normaler Timer… Aber Ansporn ist schon schön 😉

      Ich danke dir für deinen Kommentar und die lieben Wünsche!

      Ganz lieb grüßt zurüch,
      die Luna

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      1. Haha, ja ich dachte ja auch, das passt wie die Faust aufs Auge! xD

        Hahaha, das Beispiel ist klasse! Aber ja du hast vollkommen recht! Man meint zwar immer man brauch das, aber im Endeffekt fühlt man sich dadurch noch gestresster und schlechter. (So geht mir das zumindest immer. :P) Ich hab auch schon angefangen mein Hany abends auch Flugmodus zu stellen, und nehme es nachdem der Wecker geklingelt hat auch nicht sofort in die Hand. (Leider bin ich einer dieser Menschen, die von einem normalen Wecker NICHT mehr wach werden, die haben irgendwie nicht den richtigen Ton der mich weckt, deswegen muss das Handy im Zimmer bleiben. 😛 aber egal)

        Ja, das seh ich auch so! Ab und an mal komplett Abstellen und sich nur noch mit sich beschäftigen ist ab und an sicher nicht das schlechteste! Und man wird diesen „Druck“ immer erreichbar zu sein, obwohl man gar nicht will auch etwas los.
        Das könnte man mal probieren! Ich meine, damals als es noch keine Handys oder Computer gab, musste man auch eins nach dem anderen machen und es hat auch funktioniert! Man muss sich denke ich nur selbst etwas in den Hintern treten und sagen „So, jetzt erst das und wenn ich damit fertig bin, wird das nächste in Angriff genommen!“ Das werde ich für den Rest der Woche mal probieren! Mal sehen wie es funktioniert. x)

        Die App ist wie gesagt ganz niedlich! Ich finde es schön das man seinen eigenen kleinen Wald pflanzen kann aber wie gesagt, mir gefällt das „geschnüffel“ der App auf meinem Handy nicht. xD Und mal sehen wie die andere App ist, oder ob ich doch lieber bei meinem normalen Timer bleibe und mir dann nur wieder einen wie nennen sie das heutzutage? Gewohnheitstracker. 😛 Das sieht man ja dann auch an welchen Tagen man gearbeitet hat und an welchen nicht 😛

        LG

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      2. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass diese allumfassende Konzentrationsproblem auch erst so extrem durch die Smartphones aufgetreten ist. Ich will hier nix verteufeln (warum habe ich immer das Gefühl, mich wie ein alter Opa anzuhören, der sich über die Hottentottenmusik der Jugendlichen aufregt und Falschparker Kennzeichen aufschreibt?!?^^) Wenn man aber mal bedenkt, wie sehr unsere Informationszufuhr beim Handy davon lebt, immer kürzere Aufmerksamkeitsspannen zu bedienen, ohne dabei wirklich an den Kern zu gehen, sondern alles nur zu berühren, da glaube ich schon, dass es eine Veränderung bei den Leuten gibt…
        Doch man kann, wenn es einem auffällt, sehr gut ausbrechen^^
        Wobei ich in letzter Zeit immer öfter daran denke, mal komplett off zu gehen… Für lange Zeit… Zum einen, weil ich es vielleicht sogar ein isschen brauche, vor allem aber, weil ich einfach total neugierig wäre, was das mit dem Kopf macht^^

        Genieße das schöne Wetter! 😉 ❤

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      3. (So, ich fang mal mit dem ältesten Kommentar an. xD)
        Ja, das klingt irgendwie einleuchtend! Mit den Smartphones kam das umfassende Konzentrationsproblem. Denkbar wäre es, oder es steht ja auch öfter mal geschrieben, das durch zu hohen Smartphone gebrauch die Konzentration gen Keller sinkt. 😛
        Ach, keine Angst! Wenn man sich mit einem Thema auseinandersetzt, dann muss man sich immer beide Seiten der Sachen ansehen. Und mit der Technik gibt es halt öfter mal die schlechte Seite die man beleuchten kann oder auch eventuell sollte.
        Ich finde auch, dass durch das man durch das „tippen und wischen“ zwar viel an Informationen aufrufen und durch das Smartphone immer und überall rankommt, auch darin das negative Steckt, wie du ja schon sagst. Durch das alles durch einen Finger zu erreichen ist mittlerweile vieles oberflächlich geworden! Deswegen lese ich so gerne Bücher. Richtige Bücher mit Seiten oder Zeitungen in denen man blättern muss um voran zu kommen. 😛 Da ist man dann abends auch nicht immer diesem blauem künstlichem Licht ausgesetzt, was mich vor dem schlafen gehen immer super wachhält, auch wenn ich das Telefon weggelegt habe. 😛
        Das wäre mal ein guter Versuch! Offline gehen für längere Zeit und gucken, was das mit dem Kopf und allem macht. Ich denke mal Anfangs wird es richtige Entzugserscheinungen geben. 😛 Aber ich denke auch, dadurch das man nicht ständig erreichbar ist und seine digitalen Kontakte pflegen muss, wird der Alltag vielleicht wieder etwas stressfreier und ruhiger. 🙂
        Dir eine wunderschöne Woche und sonnige Tage. ❤

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      4. Ich danke dir sehr für diesen interessanten Austausch! Doch ich glaube, hier sollten wir mal ein Ende setzen, sonst hört das bei uns zwei Labertaschen nie auf 😉
        Liebe Grüße!^^

        Gefällt 1 Person

  2. Ach wie schön! Hervorragend, dass du eine gute Lösung gefunden hast, die zu deinem Leben passt! (Und herzlichen Dank für deine netten Worte!)
    Diese App hört sich fantastisch und total niedlich an! Sollte ich mich wieder in einer Multitasking-Manie befinden, muss ich sie unbedingt mal ausprobieren! 😉

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    1. hihi ja, ist sehr zu empfehlen… Es gibt auch verschiedene Baumarten, für die man leider recht lange Punkte sammeln muss…
      Doch ich denke, es ist nicht das Schlechteste, wenn du diese Konzentrationshilfe auch gar nicht erst brauchst 😉

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    1. Leider leider ein sehr weit verbreitetes Problem^^
      Kann ich definitiv empfehlen die App, auch wenn mich ärgert, dass man lange die Punkte sammeln muss, um neue Baumarten zu bekommen… -.-

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