Kurzgeschichte: Irgendwas mit Delfinen

„Ein Hauch von Nichts #2“

Das passiert, wenn mein Freund denkt, und ich schreibe…

Ich lese meinem Freund

Der Cowboy, der auf einem Elefanten über den Mars reitet

vor.
„Gefällt mir! Und jetzt schreib
Irgendwas mit Delfinen.
Und dabei geht es gar nicht um Delfine,
sondern um Pinguine!
Das ist der Gack!“
Na, mal sehen…. 😉


Man vergisst, die Tage zu zählen. Alles ist nur noch Fels. Fels, Fels und noch mehr Fels. Und überall diese Tiere. Über jeden Stein robben sie mit ihren unbeholfenen Körpern. Schwanken Schritt um Schritt Centimeter um Centimeter. Klasse Tiere. Wirklich. So süß. Ich stell mich doch auch nicht ins Behindertenwohnheim und rufe „Och, wie süß, du kannst ja gar nicht laufen! Und fett bist du auch!“ Echt, klasse Tiere. Da braucht man unbedingt noch mehr Filme drüber. Bitte, oh ja bitte scheißt uns zu mit euren Dokus, wie sich idiotische Pinguine gegenseitig die Steinchen aus dem Nest klauen. Definitiv. Mehr davon. Und natürlich reise ich gerne ans Ende der Welt, um diese Scheißviecher zu filmen.
Ich weiß wirklich nicht, wie viele Tage es mittlerweile sind. Das Telefon ist wie gesagt verschollen. Moment, das habe ich noch gar nicht gesagt, oder? Also, um es kurz zu fassen: Telefon weg, Kamera weg, Fahrzeug unauffindbar, Zelt zerstört, GPS und Funk, kannste vergessen. Alles weg. Ich weiß nicht, wohin, oder warum. Einfach weg. Ist aber auch egal, die Pinguine sind ja zum Glück so süß. Was würde ich nur tun, wenn sie nicht so süß wären? Da würde ich ja noch verrückt werden, so lange in dieser Einsamkeit. Nichts, Niemand. Egal wo. Nur diese Viecher. Zum Glück, irgendjemand muss ja da sein, wenn man darauf wartet, abgeholt zu werden. Ich werde sicher abgeholt. Oder nicht. Ich weiß nicht mehr, was ausgemacht war. Ist nun ja auch schon eine Weile her. Scheiß Pinguine. Fett sind sie. Habe mittlerweile alle Kräuter und Flechten durchgekaut, schmecken scheiße. Vorräte sind natürlich auch nicht mehr. Und sonst ist hier ja nichts. Nur scheiß Flechten und Kräuter. Und diese watschelnden Idioten.
Gut, dass die Kamera weg ist. Denn ich glaube, das möchte jetzt keiner sehen.

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