Gedicht: Angriff

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Ein großer, schwarzer Bär
Steht geifernd hier vor mir.
Bläkt Zähne weiß,
Brüllend Atem heiß
Und Augen voller Gier.

Verschlingen will sein Körper mich,
Mich fressen, ganz und gar…
Will Zerfleischen, mich zerreißen,
Bis ich nur noch war…

Lahm sind meine Füße
Und die Hände völlig taub,
Bleib ich zitternd hier nun stehn.
Hör mordlüsternd ihn Schnauben,
Seh ich mich untergehn.

Sein Fell verschluckt das Licht komplett,
Wie ein Teppich tiefer Nacht,
Zum Sprung setzt er nun geifernd an,
Als ES in mir erwacht.

Ein Schrei entringt sich meiner Kehle,
Durchsetzt den Raum und stockt die Zeit,
Meine Fäuste ballen sich:
Und ich bin Kampfbereit.

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7 Kommentare zu „Gedicht: Angriff

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  1. Wow – was für ein Gedicht! So kurz und doch so assoziativ! Besonders die Wendung am Schluss!
    Interpretiere ich wieder zu viel, wenn ich sage, dass der Bär, die Angst und die Abwehr etwas versinnbildlichen sollen? Oder ist es reine Fiktion? Wenn du deine Inspiration mit mir teilen möchtest, würde ich mich freuen 🙂 (insofern sie nicht zu privat ist!)

    Ganz liebe Grüße und gute Nacht! Hoffe der Bär ist besiegt und schnarcht nun friedlich in einem gesunden 80km Radius von dir!

    Gefällt mir

    1. Oh, ich danke dir, liebe Mia!

      Nunja, manchmal gibt es wohl den ein oder anderen Konflikt, der einem die Zähne flätscht… Doch wer lässt sich als ehemalige Tierpflegerin schon von einem Bären einschüchtern 😉
      Es tut gut, wenn es an manchen Tagen so aussieht, als wäre alles ausweglos, doch man schafft es, die Kraft nicht zu verlieren und weiter zuversichtlich zu bleiben. Denn die Zeit geht immer weiter und letztlich geht alles vorüber und man hat es besiegt 🙂
      Ich danke dir für dein sensibles Nachfragen, das ist einfach total lieb ❤
      Und auch, wenn sich der Bär nicht in Luft aufgelöst hat, so möchte er mich nun nicht mehr angreifen, sondern wir können gut Coexistieren 😉

      Ich wünsche dir heute einen wundervollen Tag und dass du alles mit einem Lächeln auf deinen Lippen angehen kannst! ❤

      Gefällt 1 Person

  2. Ein wunderschönes und aussagekräftiges Gedicht!
    Ich finde auch die Bilder, die einem beim Lesen durch den Kopf schießen sind spannend und lassen sich nachvollziehen, auch wenn es nicht bei jedem ein Bär ist, der das Licht verschlingt. Aber ich mag das Sinnbild, Bär. 🙂

    Gefällt mir

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