Zeit fürs Ankommen

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Hallo an alle erschienenen und unerschienenen Erscheinungen ! (Ja, wers kennt… Der Käptn^^)

So, da bin ich also. Irgendwie.
Meine dritte Woche der Ausbildung ist überstanden und nun sitze ich hier an meinem Schreibtisch, lausche dem erstaunlich guten Spotify Mix der Woche und tippe absolut unrythmisch in die Tasten. Etwas sagt mir, dass dieser Text vielleicht ein Stück länger werden könnte. Ich erwähne dasnur, damit am Ende niemand sagen kann, ich hätte euch nicht vorgewarnt.
Ja, so wie oben auf dem Bild sieht es momentan in mir aus. Naja, eigentlich auch nicht, es ist irgendwie kompliziert. Aber das sagt man ja gerne, wenn es eigentlich ganz einfach ist, man sich nur nicht die Mühe machen möchte, seine eigenen Gefühle zu benennen. Wie erklärte es Allen Watts noch gleich? Wir sind dann von unseren Gedanken erschlagen, wenn wir sie nicht zuende denken, sondern tausend lose Fäden und Ansätze in uns anstauen. Deswegen sollte ich es nun vielleicht doch mal etwas gründlicher versuchen.

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So sieht ja nun mein Leben aus. Ein FÖJ ist ja doch ganz anders, da gibt man eben auf Arbeit alles, kommt nach Hause, ist fertig, kann aber noch ganz einfach seinen Scheiß machen. Klar, wer seine Arbeit auch als FÖJ-ler etwas verbessern möchte, der informiert sich privat über seine Tierchen, doch das ist alles freiwillig. So eine Ausbildung sieht dann doch ganz anders aus, erst recht, wenn man hunderte Pflanzennamen auswendig lernen muss… Und man dann auch noch diese ständige Angst im Kopf hat, nicht gut genug zu sein… Nach drei Einführungswochen fange ich also morgen endlich in meiner Gärtnerei an, mit Verlaub, im Botanischen Garten, und ich weiß, die Anforderungen sind dort enorm hoch. Da kann man mir tausendmal sagen „Luna, du kommst in die Ausbildung, um zu lernen. Keiner erwartet von dir, dass du schon alles weißt.“ Ja, das stimmt. Seh ich ein. Dennoch würde ich mich ein wenig besser fühlen, wenn ich schon etwas mehr wissen würde.
Vorallem würde ich mich aber wohl besser fühlen, wenn da nicht dieses Heimweh wäre. Wenn ich nicht die Tage oder sogar Wochen zählen müsste, bis ich meine Freunde wieder sehen kann. Bis ich meinen Freund wieder sehe. Bis ich seine Stimme nicht nur so seltsam blechern, als wäre er tausende Kilometer enternt, aus einem Lautsprecher hören muss. Denn es sind ja nicht tausende Kilometer. Nur einige hundert.
Ich tu mich aber auch schwer hier, meine Güte. Dabei ist die Stadt wirklich wundervoll. Ich habe auch das Glück, bei einem Freund der Familie wohnen zu dürfen, wenn es mir zu einsam wird, ist also jemand Bekanntes zur Stelle. Mein Zimmer ist ein zauberhafter Wohnort geworden, ich habe einen perfekten Arbeitsplatz, wie mir bisher scheint richtig coole Kollegen… Doch naja, ich bin was Veränderungen angeht speziell. Wenn ich ehrlich bin, hasse ich Veränderungen. Ich bin nicht so cool und frei und unabhängig und lebensfroh in den mexikanischen Sonnenuntergang springend, wie die ganzen 20 – Jährigen aus den Werbespots für Mobilfunkverträge, Reiseanbieter und SocialMedia Apps.
Ich meine, für meine begriffe führe ich kein langweiliges Leben, doch gemessen an dem, was momentan ein Must-have für ein erfülltes Leben zu sein scheint, bin ich wohl recht weit hinten in der Weltrangliste. Das stört mich persönlich auch kein Stück, ich bin glücklich und werde mich für nichts und niemanden verbiegen, das steht gar nicht zur Debatte. Aber es ist einfach etwas schwierig, wenn man plötzlich in der Fremde ist, auf so viele Menschen trifft und sich unbekannten Menschen öffnen muss… Ich meine, ich bin ziemlich aufgeschlossen und kommunikativ, das steht außer Frage… Doch ich sag mal so: Diese unausweichliche Zeit am Anfang, in der man sein Umfeld kennen lernen muss und sich aufeinander einstellt, in der man erst lernen muss, sich zu verstehen, bis sich etwas gemeinsames aufbaut und eine freundschaftliche und sprühende Verbindung vorhanden ist… Ja diese Zeit ist für mich dann doch einfach kraftraubend und ich wünschte, ich hätte das alles schon hinter mir.

Es ist sogar so kraftraubend, dass es mir gerade schwer fällt, kreativ zu sein. Es ist ganz seltsam. Es ist, als wäre ich ganz einfach noch nicht hier angekommen. Manchmal sitze ich hier, höre Musik und warte auf etwas, was sich mir selbst nicht ganz erschließt. Als hätte ich einen Teil meiner Kreativität zuhause vergessen und ich muss nun warten, bis sie mit dem Zug nachgereist und bei mir angekommen ist. Ich glaube, sie muss sich verfahren haben, denn für 350 km kann man keine drei Wochen brauchen…
Doch ich bin nicht gänzlich unkreativ. Ich habe unglaublich Lust, kleine Videos zu schneiden und habe nun schon mit ein paar Aufnahmen angefangen. Alles fürchterlich amateurhaft natürlich, aber es macht Spaß, und genau darum geht es mir ja schließlich.
Irgendwo ist aber auch so eine komische Lustlosigkeit. Nun, keine Lustlosigkeit… Doch es erscheint mir so sinnlos. Das Schreiben ist für mich gerade sinnlos. Da ist diese Frage in mir, warum ich das überhaupt mache. Was das soll. Ich will mich ja sowieso nur aufspielen. Ich habe 3 Wochen nicht geschrieben, bzw so gut wie nicht, und ich lebe immernoch. Ich kann gar keine Autorin sein. Ich spiele mich einfach nur auf und sonst nichts. Ich bin nur selbstverliebt, wenn ich mir oder anderen vorgaukle, ich müsste Zeilen zeugen, es gäb etwas zu sagen, das des Zeilen zeugens wert wäre. Wenn ich nicht schreibe, wenn ich nicht veröffentliche, dann ist es auch nicht so wild. Es wird keiner daran sterben, scheinbar nicht mal ich.
Tja, und warum führe ich dann eigentlich diesen Blog hier? Was hätte ich hier noch zu sagen, wenn ich feststellen müsste, dass ich ja gar keine Autorin bin? Kommt dann ein einfacher Post mit „Sorry, hab mich geirrt“? „Ich hab mich vertan, ich muss ja doch nicht schreiben. Ich kann auch einfach nur Netflix gucken. Mein Hobby ist lesen und Musik hören und YouTube Videos schauen“?
Ich gebe zu, das fühlt sich gerade nicht sehr wahrscheinlich an.
Ich meine, ich kenne mich, kenne meine Gedanken. Ich weiß, wie sehr mich das Erzählen von Geschichten fasziniert. Nicht nur in Prosa-Form. Es gibt so viele Möglichkeiten, eine Geschichte zu erzählen. Und wenn ich ganz genau nachdenke, da merke ich, dass ich die letzten Wochen zwar nicht geschrieben habe, doch mit Geschichten habe ich mich immer auseinander gesetzt. Denn ohne die kann ich wirklich nicht.

Ja, dass lässt doch Hoffnung2018-08-23-20-13-13.jpg in mir Keimen. Lässt mich hoffen, dass dieses Tief nur eine Phase ist, die vorüber geht, sobald ich mich in den Betrieb eingelebt habe. Sobald ich hier ein oder zwei Freunde gefunden habe (und die Chancen stehen echt gut).
Und um diese Positiviät nun zu unterstreichen, hier nochein paar Neuigkeiten, die mein Leseherz haben höher schlagen lassen^^
Zunächst, ganz klar, mein neues Bücherregal! Genau so eines, was ich mir schon immer gewünscht habe! Endlich haben meine Schätzchen Luft zu Atmen und ich kann mich sorglos um Familienzuwachs kümmern!

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Und genau das habe ich natürlich schon fleißig unternommen!
Denn Potsdam hat mich reichlich beschenkt und diesen Bildband, den ich schon seit zwei Jahren gerne hätte, mich aber nie dazu durchringen konnte, ihn zu kaufen, befand sich auf meinem Arbeitsweg in einem Karton auf der Straße! Ihr könnt euch vorstellen, dass ich bei der Notbremsung fast vom Fahrrad gefallen bin… Ich konnte mein Glück nicht fassen, als ich feststellte, dass es nicht nur im Augenwinkel so aussah, sondern tatsächlich mein Escher war!

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Und dann lernte ich doch endlich diesen Herren kennen! Im Abitur vor lauter Schulrebellion aus unerfindlichen Grund seinen Jacob verschmäht (nunja, ich ahnte, dass mir dieser Becker gefallen könnte und brachte es nicht übers Herz, ihn mir von der Schule versauen zu lassen) -Ein Glück!
Denn ich habe selten ein (meiner Meinung nach) so perfekt vollendetes Buch gelesen wie seinen Bornstein!!! Er ist direkt gaaanz weit nach oben auf meine Autoren-Liste gerutscht… Noch viel mehr, nachdem ich mich genauer mit ihm beschäftigt habe^^

So, ihr seht also, nicht alles in meinem Leben ist schlecht, im Gegenteil sogar 😉
Eigentlich bin ich sogar ziemlich glücklich und dankbar, ich brauche eben nur etwas Zeit…
Doch da ich weiß, dass es eben immer weiter geht, bin ich unglaublich guter Dinge^^

Ich hoffe, euch nun nicht zu sehr gelangweilt zu haben… Doch ich musste ja einiges zusammen fassen… Demnächst also wieder ein bisschen zielgerichteter, doch es musste eben einfach so sein, es tat mir enorm gut, all das hier aufzuschreiben!

Ganz liebe Grüße
von der Luna! ❤

P.S.: Und ja, es ist an der Zeit, einen Kreis zu bilden, Käptn… 😉

P.P.S.: Und an den Autor, der sicher schon ungeduldig auf seine Rezension wartet… Da ich nun wieder Internet habe wird dieser Post ganz bald folgen 😉

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18 Gedanken zu “Zeit fürs Ankommen

  1. Dein Titel für diesen Artikel bringt es eigentlich gut auf den Punkt: Man braucht Zeit, um anzukommen. Solange man nicht wirklich angekommen ist, ist man unterbewusst immer damit beschäftigt, sich zu sortieren, sein „neues Leben“ zu sortieren und sich selber einen Platz darin zu suchen.

    Ich hatte ganz ähnliche Erfahrungen, als ich damals in meine erste eigene Wohnung gezogen bin. Das war zwar keine hunderte Kilometer entfernt und fand auch erst nach dem Ende meiner Ausbildung statt, aber es war dennoch ein Einschnitt.

    Die Ausbildung hatte ich im Vergleich gut verkraftet, auch wenn das Tempo, in dem ich geschrieben habe (als ob es darauf ankäme …) darunter gelitten hatte. Aber mit dem Einzug in ein neues Leben war das Schreiben wie abgeschnitten. Gut, gleichzeitig war ich mit meiner neuen Freundin (meiner jetzigen Frau) zusammengekommen und das hat natürlich auch dafür gesorgt, dass sich die Prioritäten verschoben. Aber es hat dennoch ein gutes halbes Jahr gebraucht, bis ich mich in der richtigen Stimmung befand, mir den Quatsch, an dem ich aktuell geschrieben hatte, noch einmal durchzulesen und dann langsam wieder anzufangen.

    Aber auch dafür brauchte ich Zeit und Muße. Das Manuskript ist damals zusammen mit uns beiden in den Kreta-Urlaub geflogen und dann in den Siesta-Stunden am Pool gelesen worden.

    Schreiben ist irgendwie auch so etwas wie das Schlüpfen in bequeme Hausschuhe. Solange man nicht weiß, wo die gelandet sind, oder man mental alle drei Meter über nicht ausgepackte Kisten stolpert, drücken und zwicken sie. Aber irgendwann ist man wirklich angekommen, zurück in seiner Komfortzone. Und dann kann es wieder losgehen.

    Ich bin mir sicher, dass auch du bald an den Punkt kommen wirst und wünsche dir jetzt schon viel Spaß daran!

    Liebe Grüße
    Michael

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    1. Ach lieber Michael, du glaubst nicht, wie gut mir gerade deine Worte taten!
      Ja, das beschreibt es so gut! Die Schreib-Pantoffeln und die mentalen Kisten, du hast vollkommen Recht damit!
      Auch das ist so etwas, was ich für sich gesehen weiß… mir ist klar, dass ich mich zunächst sortieren muss… Doch, um wieder zu dem Thema zu kommen, mein Herz ist da noch einige Schritte von entfernt.Das aber gerade zu lesen hat mir richtig gut getan… Mensch, ich glaube, ich muss mir deinen Vergleich direkt in großen Lettern in mein Notizbuch abschreiben! Dann komme ich mir nicht so blöde vor, wenn es weiter nichts wird mit dem Schreiben und vielleicht, ja vielleicht fühle ich mich dann darauf bezogen nicht mehr ganz so miserabel!
      Vielen Dank für deine Zeit 😉

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  2. Na, so wie es für dich mit einer Ausbildung losgegangen ist, wird es für ab morgen mit dem Studium beginnen. ^^ Beziehungsweise zumindest mit den Vorkursen. Ich bin auch gute 320 Kilometer von meiner Heimat weggezogen, doch anders als du habe ich meinen Freund bei mir, der auch sein Studium fortsetzt. Dementsprechend habe ich es wohl etwas glücklicher getroffen als du. :/ Ich wünsche mir sehr für dich, dass ihr euch bald wiedersehen könnt. 🙂 Noch einen schönen Sonntag und morgen viel Spaß bei deiner Ausbildung im Botanischen Garten, was unglaublich interessant klingt!

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    1. Hui, schon aufgeregt?
      Ich wünsche dir, dass du nette Leute kennen lernen wirst und dass das Studium dir das geben kann, was du dir erhoffst!
      Oh, wie schön, dass ihr zu zweit seid! Dass ist sicher hilfreich, um sich in der neuen Stadt zurecht zu finden. Es braucht zwar immer ein Weilchen, bis man ankommt, doch dann wird es ganz bestimmt schön werden 😉
      Ich danke dir für deine lieben Zeilen und wünsche dir alles gute ❤

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  3. Vor etwas mehr als sechs Jahren stand ich vor einer ganz ähnlichen Herausforderung. Da hatte ich meine Heimat verlassen und bin 400km weiter in den Norden gezogen. Gerade weil ich sowieso immer ein starkes Fernweh verspürte und meine Heimat bereits in meiner Jugend unbedingt verlassen wollte, unterschätze ich die Anfangszeit im Vorfeld. So vollzog ich den Umzug und hatte quasi bereits ab dem ersten Tag unzählige Pläne im Kopf, mit deren Umsetzung ich sofort beginnen wollte. Das ging natürlich schief, denn ich stellte schnell fest, dass das Ankommen ein wenig (oder etwas mehr) Zeit benötigte.
    Es war ja nicht bloß ein neuer Job, mit neuen Kollegen, Aufgaben und Abläufen. Abgesehen von mir selbst und ein paar Einrichtungsgegenständen in der Wohnung war wirklich alles neu. Für jemanden, der aus einer Gegend stammt, in der beim Bäcker ein einfaches Brötchen einfach nur Brötchen heißt, war es schon sehr herausfordernd, den Unterschied zwischen „Rundstücken“, „Schrippen“ und „Ofenfrischen“ zu lernen 😀
    Der gesamte Alltag wurde auf den Kopf gestellt, Freunde und Familie waren plötzlich 400km weit entfernt und nebenbei musste ich mich in einer neuen Stadt und einem neuen Job zurechtfinden. Das brauchte Zeit. Irgendwann wurde es Normalität und jetzt fühle ich mich hier so zuhause, wie ich es zuvor in meiner Heimat tat.
    Also, nimm dir die Zeit, egal wie viel du brauchst! Du wirst schon ankommen und dann kehren auch die Kreativität und die Lust aufs Schreiben zurück. Und vielleicht wirkt sich diese Erfahrung letztendlich sogar positiv darauf aus 🙂

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    1. Lieber Chris ich danke dir wirklich für deinen Kommentar! Ich hatte ihn vor ein paar Tagen gelesen und sei dir sicher, dass du mein Herz damit sehr erfreut hast, du hast mir wirklich sehr viel Mut gemacht! Die Antwort nun folgt aber doch etwas später… In der stressigen Anfangszeit geht der Blog etwas unter, was vllt verständlich ist 😅
      Ich denke, es muss dann auch wirklich schwer gewesen sein, diesen Zustand des Einlebens zu ertragen, wenn man eig schon tausend Dinge machen wollte! Da musst du doch an manchen Abenden gedacht haben, es passiert gar nichts in deinem Leben und alles wird schrecklich… So hätte ich wsl darauf reagiert 🙈😅
      Aber es stimmt natürlich, man braucht einfach nur eine gewisse Zeit, sich einzuleben und dann ist alles normal und man fragt sich, warum man sich am anfang so angestellt hat ^^ Und nun, nach der ersten Woche in meinem Betrieb muss ich echt sagen, dass ich definitiv ruhiger geworden bin und mich sehr wohl fühle… Und dank einem inspirierenden Austausch mit tollen Kollegen kommt auch die Kreativität zurück 😍😊
      Also wirklich danke dir für deine Zeit, ich habe manchmal an deine Worte gedacht ^^

      Und sag mal, wann darf man denn eigentlich bei dir wieder was lesen? Oder gehen all deine guten Artikel an mir vorbei? 🤔

      Liebe Grüße 😊🌻

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      1. Oh ja, es gab einige Abende, an denen ich mich fragte, was ich mir nur dabei gedacht habe und wohin das alles führen soll 😀 Und dann ist man einerseits komplett ausgelastet, bildet sich andererseits aber trotzdem ein, dass man ja eigentlich gar nichts macht…
        Neue Beiträge sind in Arbeit (ich glaube, das habe ich vor einiger Zeit schon mal behauptet 😀 ). Durch die Hitzewelle zieht es sich nur ein wenig in die Länge. Inzwischen kommt das Schreiben aber wieder in Gang, ich gehe also stark davon aus, dass es in nächster Zeit wieder Neues von mir gibt 🙂 Und eine Rezension steht ja auch noch aus – angekommen ist das Buch zwischenzeitlich (nach vorheriger Falschlieferung) nämlich. Jetzt muss ich es nur noch lesen.
        Liebe Grüße

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  4. Liebe Luna,
    das ist ein so wunderschön ehrlicher und ganz und gar in Deiner unverwechselbaren Art geschriebener Text, dass ich mir absolut keine Sorgen mache, dass Dir das Schreiben tatsächlich abhanden kommen wird. Du bist und wirst ein Schreibmaschinchen bleiben, in dieser oider jener Weise, das mag sich endgültig ja noch hgerausstellen.
    Ich sehe Dich ja insgeheim auch alk eine Autoren von Kurzgeschichten, von Alltagsepisoden, von Beobachtungen.
    Du hast so eine spezielle Gabe Menschen zu sehen und auf sie einzugehen, Du kannst Dinge sehr schön beschreiben, oft, und, wenn dann immer passend, auf eine Art und Weise, die mich zumlächeln bringt. Etwa, weil Du einer Situation eine gewisse Komik zu geben vermagst oder sie einfach humorvoll zeichnest.
    Was Dich und Deine gegenwärtige Situation betrifft, so konnte ich JEDES Wort VERSTEHEN. Als ich zu meinem ersten, dem Direktstudium seinerzeit 500 km von zu hause weg musste, um in einem Internat mit einem 10 Mann (!!!) – Doppelzimmer zu landen, da habe ich so einiges so ähnlich gefühlt.
    Das Wichtigste, was ich Dir aus dieser Erfahrung mitgeben kann ist:
    Du wirst viel lernen und Du hast ZEIT dafür. Der Hinweis, dass man von Dir derzeit noch nicht erwartet alles zu wissen, ist ebenso richtig wie weise.
    Du wirst neue Bekanntschaften und, da bin ich mir sicher, auch die eine oder andere tragfähige Freundschaft beginnen, erfahren, fortführen und dann auch behalten.
    Du wirst Dich weiterentwickeln, Du wirst autonomer, selbstbestimmter werden, Du wirst neuies für Dich erfahren und entdecken, was Dir wichtig werden und nützlich sein wird.
    Das alles und vor allem jetzt die Zeit des Übergangs, wird nicht nur leicht sein. Du wirst Kraft brauchen, Dich überwinden müssen, kämpfen auch. – Aber Du bringst ganz viele tolle Voraussetzungen mit, das zu meistern.
    Und, wenn es doch mal sehr schwer wird, wenn Du einen Ort brauchst, wo Du etwas lassen kannst, wenn Du gerade nicht weißt wohgin: Eine, wenigstens kleine Konstante wird Dich begleiten und wird, im Rahmen dessen, was geht da sein: Diese eine kleine Konstante werde ich sein, solange Du das möchtest.
    Ich denke und wünsche Dir, dass es noch ein paar solche Konstanten für Dich hat oder haben wird.
    Ich bin zuversichtlich für Dich!
    Liebste Grüße, weiter ein gutes Eingewöhnen und der Wunsch, dass Dir Deine Sehnsucht zwar erhalten bleibt aber bald nicht mehr gar so sehr schmerzt!
    Weil ich denke, dass es Dir gerade jetzt gut tut, schicke ich Dir wieder ein kleines ❤ .

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    1. Ach, du Lieber… Ich danke dir! Was für liebe liebe Worte wieder von dir… Und du glaubst nicht, wie sehr sie mir geholfen haben, mir Kraft gaben… So viel Kraft, dass sie sogar in meinem Dankbarkeit – Notizbuch Platz fanden, um mich stets weiter zu motivieren!
      Es stimmt, mein Schreiberherz schlägt immer und alles, was ich betrachte, was ich beschreibe, wird durch dieses betrachtet… Darum sollte ich mir nie Sorgen machen, etwas nicht zu sein, wenn ich doch das bin, was ich bin!
      Es stimmt, ich merke, wie viel positives mir hier widerfährt, es wird denke ich eine spannende Zeit und ja, nun nach der ersten Woche sehe ich vieles anders, viel bunter und fröhlicher und siehe da, mein kleines Notizbuch hat schon wieder die ersten Eintragungen und zarte Ideen sprießen 😊
      Ich danke dir!
      Auch, da ich weiß, wie sehr ich dein Angebot des Beistand ernst nehmen und schätzen kann!
      Die allerliebsten Grüße an dich! 😊❤️

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  5. Diese Phase der Lustlosigkeit und es-hat-doch-alles-keinen-Sinn kenne ich so gut! So ging es mir lange Zeit mit der Musik, aber ich machte dann einfach Pause, versuchte mein schlechtes Gewissen zu vergessen und konzentrierte mich einfach auf etwas anderes, und nun ist die Lust wieder da und ich spiele glatt eine Stunde lang Klavier. 🙂

    Falls es unerträglich wird (und auch sonst so), kann ich dir ein wundervolles Buch ans Herzen legen: „Der Weg des Künstlers“ von Julia Cameron. Es ist ein 12 Wochen Programm mit kleinen Aufgaben, viel Weisheit und haufenweise Inspiration, um seine Kreativität wieder zu entdecken. Ohne dieses Buch hätte ich nie mein eigenes Buch geschrieben.

    Alles Gute!

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    1. Oh ja, solche kleinen Bibeln der Inspiration braucht man manchmal wirklich einfach! Gerade so ein „festes“ Programm kann einem da sicher gut hellfen… Ich bin auch enorm froh, dass ich meinen besten Freund habe, der selbst kreativ arbeitet (bzw eben nicht^^) und wir uns somit gerne gegenseitig in den Arsch treten und nun auch anfangen wollen, uns aufgaben zu stellen^^

      Danke dir für deinen Tipp 😉

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  6. Liebe Luna,
    das Einleben in einer neuen fremden Stadt, neuen Menschen und Allem ist schwer und dauert seine Zeit. Und nimm dir ruhig diese Zeit, auch wenn es anfangs schwer ist ohne wirkliche Freunde, Bekannte und Familie. Erzwinge nichts und setzte dich nicht zu sehr unter Druck, dass alles auf einmal Sinn und Spaß machen muss.
    Und auch wenn du es selbst weißt und vielleicht nicht mehr hören kannst und willst; deine Ausbildung hat gerade erst angefangen! Setz dich nicht zu sehr unter Druck wie gesagt. Das kommt alles von sich selbst, auch wenn es seine Zeit braucht. Und auch das „mehr wissen“ kommt mit der Zeit, wenn du so richtig in der Ausbildung angekommen bist und dich eingearbeitet hast! Glaub mir, dieses Gefühl mehr wissen und mehr können zu müssen kenne ich nur zu gut und es laugt dich irgendwann nur aus, wenn du dich nie für gut genug hältst. Auch wenn das Umdenken schwer ist und schwerfällt, glaub mir ich hab das das ganze letzte Jahr auch durch gemacht und bin in ein richtig tiefes Loch gefallen, weil ich mich für nichts mehr gut genug gefühlt habe und mich selbst runter gemacht habe, ist es das nicht wert. 😉
    Ich mag Veränderungen auch nicht und würde am liebsten immer und all Zeit in meinem trödeligem, kuscheligem Trott bleiben. Aber ab und an muss man sich selbst einen Ruck geben und die Zähne zusammenbeißen und durch. Und diese „Must-haves“ für ein erfülltes Leben? Pfft… Das ist genauso wie, man muss immer lächeln und hübsch schlank sein um klasse durchs Leben zu kommen. ;P Braucht auch keiner, denn Genießen und auch mal einen „über den Hunger futtern“ macht viel viel mehr Spaß als das was man von irgendjemandem gesagt bekommt. xD
    Ich hab mir jetzt um aus diesem grauen Loch der Frustration und „kreativlosigkeit“ zu kommen, kleine tägliche Aufgaben ausgedacht, erstmal für den Oktober und, ich hoffe das wenn ich diese Routine jeden Tag durchführe sie sich innerhalb der nächsten 31. Tage verfestigt und ich damit weiter mache. 🙂 Es ist nichts Großes, ich suche mir einfach irgendwas, was ich finde (ein Blatt was ich auf der Straße gefunden habe, eine Eichel, eine Kastanie oder keine Ahnung irgendwas, was ich im Zimmer habe) und schreibe innerhalb von 10 Minuten alles auf was mir dazu einfällt. Ich achte nicht auf die Rechtschreibung oder auf die Grammatik oder ob es Sinn macht. Ich schreibe einfach drauflos. 🙂 Oder die letzten Tage habe ich mir auch einfach nur einen Bleistift genommen und das ganze skizziert. 😀 Hat auch irre viel Spaß gemacht. Aber du hast ja mit den Videos schneiden auch schon so einen kleinen Ausgleich gefunden, der sich zu dem noch richtig spannend anhört! 😀
    Und ganz ehrlich? Ich hab schon seit fast einem halben Jahr nichts „bahnbrechendes“ neues für mein Schreibprojekt gemacht. Leider. Aber wenn ich es zu sehr versuche, versaue ich es nur und wenn ich dem ganzen Zeit lasse und es dann von sich aus wieder zu mir kommt, fühlt sich das super gut an. 🙂 Und so war es die letzten Wochen auch, die Steckbriefe gehen wieder besser und schneller von der Hand und ich kann sie wohl bald mal auf den Blog präsentieren. 🙂 Und selbst, wenn du dich geirrt haben solltest (was ich nicht glaube ;)), dann ist das halt so. Was zwar schade wäre und ist, aber man kann auch nichts erzwingen, schon gar nicht, wenn das was man liebt zur Qual wird. Und wie du selbst sagst. dieses Tief ist sicherlich nur eine Phase, aus der du nur noch stärker zurückkommen wirst! 😀
    SO und bevor das hier ein halber Roman wird und im Endeffekt nichts mehr mit dem wesentlichen zu tun hab, wünsche ich dir noch sehr viel Spaß beim Füllen deines Bücherregals, beim Lesen und neuen Autoren entdecken und auch damit dein neues Leben in der neuen Stadt kennen und lieben zu lernen! Aller Anfang ist schwer, aber die schweren Zeiten gehen auch irgendwann wieder vorbei, wie ein dunkler trüber Herbsttag! ❤
    Fühl dich ganz dolle gedrückt und geknuddelt ❤

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    1. Weißt du eigentlich, dass du ein kleiner Engel sein musst?!
      Dein Kommentar findet genau in der richtigen Stunde seinen Weg zu mir…
      So wirklich komme ich nicht aus diesem ganzen anfangstief heraus und mir hilft gerade einzig allein der Gedanke, dass die Welt sich weiter dreht und all das irgendwann vorüber ist…
      Jetzt gerade deine so lieben Worte zu lesen hat mir unendlich gut getan! Wirklich, ich danke dir so vom Herzen für deine so sensible und feinfühlige Antwort…
      Einen so aufmerksamen Menschen findet man nicht oft, ich danke dir! ❤️

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      1. Oh Gott, ich weiß gar nicht wieso, aber ich hab grad feuchte Augen bekommen als ich das gelesen habe!
        :‘)
        Ich freu mich unendlich das es im richtigen Moment angekommen ist! Und das dieser Kommentar für diesen Moment genau der Richtige war!

        Und ganz ehrlich? Immer wenn ich einen Kommentar von dir in meiner Inbox sehe, macht kein Herz einen kleinen Hüpfer weil mir deine Kommentare auch immer so gut tun, wenn ich sie Lese, denn beim Lesen weiß ich, dass da jemand am anderen „Ende der Leitung“ sitzt und mich und meine Probleme die ich habe ernst nimmt. Und das finde ich unendlich wichtig, wenn man schwere Zeiten durchmacht, dass es da auch fremde Leute (nicht nur Familie und Freunde), gibt die einem aus dem „verregnetem Gemüt“ helfen auch wenn es nur ein Wort oder ein Satz ist den man da lässt um vielleicht ein bisschen zu helfen! 🙂

        Falls du mal jemanden brauchst bei dem du deinen ganzen Frust ablassen kannst und willst, ich hör dir gerne zu und, bin auch immer gerne für dich da, denn reden, Luft und Frust ablassen kann so gut tun! ❤

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      2. Ach, du liebe! Bei dir geht es mir aber auch bei jedem einzelnen Kommentar so!
        Es ist ein wirklich wunderschöner Austausch mit dir, für den ich auch wirklich dankbar bin!

        Und haha, pass nur auf, am Ende nehme ich das Angebot noch an😋😉
        Nein aber im Ernst echt danke dafür! Gleiches gilt übrigens auch für dich😉

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      3. Hach, ich werd ganz rot, egal wie oft ich deine lieben Worte lese! ^////^~
        Das freut mich sehr zu hören, dass es nicht nur mir so geht! ❤
        Ach was, wenn es mich störe würde hätte ich's dir nicht angeboten! 😉
        Liebsten dank, ich werd‘s mir merken. 😀

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