Roman-Projekt: Aktueller Stand #2

neiu

Seid gegrüßt zu einer neuen Runde von „Wer wird Bestsellerautor des Jahres?“!

Nun, so viel steht schonmal fest… Ich bin es nicht…  😉
Bei meinem Schreibtempo bin ich froh, wenn ich das Buch in zwei Jahren fertig habe! Eine absurd lange Zeit, bedenkt man, dass ich bereits ein jahr an diesem Roman arbeite.

Ein ganzes Jahr.

Falls ihr euch fragt, wie genau ich in diesem Jahr vorwärts gekommen bin (dieses „ich“, das sich hier ganz verwegen „Autorin“ nennt, als gäbe es auch nur eine Legitimation dafür^^), dann spannt mal schön die Lauscher auf und lasst euch von meinem phänomenalen Stand überraschen:

Ich bin nicht wirklich weit gekommen. Also genau genommen sogar ziemlich unweit. Vielleicht könnte man sogar sagen, dass ich Negativfortschritte gemacht habe…
Ich musste nämlich ein bisschen zurückrudern…
Vielleicht erinnert sich der eine oder andere aufmerksame Leser, dass mir das nicht zum ersten mal passiert ist. Genau genommen habe ich im Sommer bereits ein zweites Mal angefangen, als ich gemerkt habe, dass ich irgendwie mit einer falschen Stimme begonnen habe.

Und Ende letzten Jahres ist mir einiges bewusst geworden. Wie bei meinem letzten Beitrag beschrieben habe ich ein wenig über mich als Autor reflektiert, habe festgestellt, dass ich mich verrant habe. Dass ich geschrieben habe, ohne mir meiner Selbst bewusst zu sein und habe dabei aus den Augen verloren, was meine Geschichte eigentlich ist. Was sie ausmacht. Heraus kam ein seltsamer weichgespülter Einheitsbrei.

Was ist da also zu tun? Genau. Reset.
Es hat mich geärgert. Schließlich hatte ich gute 50 Seiten fertig und war somit mit dem ersten viertel soweit durch. Ihr werdet vielleicht schmunzeln… Doch dicke Wälzer sind nicht so meins, ich schreibe gerne in etwas kleineren Größenordnungen 😉
Was jedoch erstaunlich war: So sehr habe ich mich auch wieder nicht geärgert. Denn ich weiß, dass ich jetzt den richtigen Weg gehen werde. Und ich glaube, das, was jetzt anfängt, wird mich zum Ende führen. Ich bin zuversichtlich, dass ich irgenwann einen Schlusspunkt unter die Geschichte werde setzen können. Auch, wenn es zwei Jahre dauern sollte. Schließlich begleitet sie mich bereits ein Jahr. Ein Jahr meines Lebens verbringe ich mit ihr, ein Jahr begleiten mich ihre Charaktere, leisten mir Gesellschaft in einsamen Stunden und seit diesem einen Jahr brennt da ein Feuer in mir, das genauso stark ist, wie am ersten Tag.

Also, meine lieben Autoren-Freunde: Ich bin noch dran. Work in progress sozusagen. Deswegen nenne ich mich auch weiter Autorin, das ist schließlich ganz allein meine Angelegenheit 😉

Übrigens muss ich euch mal danken!
Es ist wundervoll, hier einen so regen Austausch gefunden zu haben! Ich meine, es ist doch verrückt… Da stülpt man sein inneres nach außen, ergießt es ins namenlose Web, und was passiert? Es kommt Antwort. So viele liebe Menschen, die Anteil zeigen, Mut machen und mit ihren Erfahrungen weiterhelfen.
Danke für jedes Lächeln, das euretwegen schon auf meinen Lippen war 😉

Habt eine wunderschöne Zeit!

Eure Luna ❤

34 Antworten auf „Roman-Projekt: Aktueller Stand #2

  1. Ach, ich bin nun schon seit 2016 dran und immer noch nicht mit der ersten Rohfassung fertig. Jeder hat sein eigenes Tempo und ich wage zu behaupten, dass gerade das Erstlingswerk sowieso nochmal eine Sonderrolle einnimmt. So sehr ich mir natürlich irgendwann eine Veröffentlichung wünschen würde, so geht es mir vor allem darum, die Geschichte fertig zu erzählen. Sie aus meinem Kopf zu kriegen und mir selbst zu beweisen, dass ich ein solches „Mammut-Projekt“ (immerhin bin ich schon bei ~450 Seiten) durchziehen kann. Aber da hat eben auch jeder seine eigene Motivation.
    Aber: Gutes braucht eben seine Zeit. Wenn es einen Monat dauert: Gut. Wenn es fünf Jahre dauert: Auch gut. Wichtig ist, dass man am Ende mit sich und seiner Arbeit zufrieden ist.

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    1. Ja, du hast vollkommen recht! Man muss alle äußeren Ansprüche vergessen und sich auf sich selbst fokussieren, für sich schreiben und so zurecht kommen, dass man mit sich persönlich zufrieden sein kann!
      Und dennoch gebe ich zu, dass es aufmuntert zu lesen, dass es anderen ziemlich genauso geht;)
      Danke also für deine Zeilen!

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  2. Ich glaube nicht, dass es ein Zeitlimits dafür gibt Bücher fertig zu schreiben. Jede/r schreibt nach ihrem/seinem Tempo und ich denke, dass das ok so ist. Schließlich ist ein Buch keine Hausarbeit, die man schnell runterschreiben muss 😀

    Außerdem glaube ich, dass die letzten Monate recht hektisch bei dir waren, oder? Manchmal verrennt man sich, verliert seine Stimme oder steckt in einer bösen Blockade fest. Und ohne Inspiration geht es sowieso nicht, egal wie viel Zeit man hat. Ich bin sicher, dass das schon jedem guten Autor/Autorin passiert ist:)

    Ich denke auch, dass du gerade einen sehr interessanten Prozess erlebst, aus dem du letztlich vieles mitnehmen wirst. Dann dauert es eben noch zwei Jahre – Hauptsache du beendest es mit einem guten Gefühl! 😊

    Liebe Grüße! 😘

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    1. Liebe Mia,
      da hast du wohl recht! Es war hektisch bei mir und das ist wsl etwas, was ich berücksichtigen sollte… Alles braucht seine zeit und das ist auch vollkommen okay!
      Und du hast definitiv recht, dieser Prozess gerade ist einmalig und ich bin um jede Sekunde froh dabei^^
      Danke also für deinen lieben Zuspruch… manchmal will man einfach zu viel von sich und dann ist es doch echt schön, von anderen zu hören, dass das ja gar nicht so notwendig ist 😉

      Einen wunderschönen Abend wünsche ich dir noch ❤

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  3. Herzlichen Glückwunsch, dass du jetzt deine Stimme und/oder die richtige Richtung deines Romans gefunden hast! Das ist doch schon mal eine beachtliche Leistung! Und ich kenne das mit dem Zurückrudern nur zu gut. Bei meinem letzten Manuskript habe ich auch zwei Mal angefangen und insgesamt 3 Jahre daran gearbeitet! Jetzt liegt er bei den Agenturen auf dem Tisch. Und bei meinem neuen Roman habe ich noch nicht mal begonnen und ich denke ich werde bestimmt noch einige Monate in der Recherche und dem Plotten stecken, bevor ich auch nur ein Wort für den Roman schreibe 😉 Aber der Weg macht doch auch Spaß 🙂

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    1. Ich danke dir ☺ ja, an sich sind drei Jahre auch eine nachvollziehbare Zeit… Man kann ja leider nicht alles andere stehen und liegen lassen 😋
      Gibt es denn bei dir schon erste Antworten?

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  4. Ich hoffe so sehr, dass du jetzt den richtigen Weg gefunden hast! Ich hätte Angst wieder von vorne anzufangen, denn dann würde ich ständig auf Reset drücken. Hoffentlich kannst du auch ein Teil deiner 50 Seiten noch gebrauchen (wenigstens als Hintergrundmaterial oder so etwas). Viel Glück, du!

    Ich habe seit drei Monaten keinen Blick mehr auf meinem Buch geworfen.. Ich würde so gern, aber ich habe Angst, dass ich mich darin nicht wieder finden werden, wenn ich mir den Text nochmal anschaue. Es ist so lange her, und ich habe mich seitdem so sehr verändert (oder so kommt es mir vor). Bislang habe ich mir einfach gesagt, dass ich meinen Text wieder anschaue, wenn ich mit dem Schreibkurs-Programm fertig bin, aber dann wäre schon ein ganzes halbes Jahr verstrichen! Oh Gott, oh Gott.

    Kreative Arbeit ist wundervoll aber seelisch echt heftig!

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    1. Was du sagst, stimmt natürlich. Man darf sich nicht verleiten lassen, immer wieder von vorn anzufangen, wenn man merkt, man hat sein schreiben auf eine andere ebene gehoben bzw hat sich etwas verändert… doch da ich auf einen erneuten neustart wirklich keine lust habe, wird es glaub ich auch nicht so weit kommen^^

      ich weiß genau was du meinst… man verändert sich teilweise in bestimmten zeiten doch sehr extrem. beziehungsweise wächst man besser in sich hinein und wird viel sicherer und selbstbewusster. und dann denkt man sich, dass man ja nur blödsinn geschrieben haben kann und möchte das am liebsten nie wieder lesen… aber ich denke, du wirst definitiv einiges finden, was du jz besser oder anders machen würdest… aber im grunde siehst du darin immernoch dich und du wirst überrascht sein, wie gut du warst 😉

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  5. Haha, da werden wir beide wohl beide nicht „Bestseller-Autor des Jahres“ werden!
    Ich kritzle zwar hier und da ein paar Gedanken und sonstige kreative Fetzen auf ein Stück Papier, aber so wirklich viel Fortschritt habe ich noch nicht wirklich vorzuweisen, wenn es um mein Schreibprojekt geht… Und ich arbeite schon wesentlich länger an meinem Projekt und da finde ich das du mit deiner „Arbeitszeit“ noch recht gut bei wegkommst. xD Ganz besonders positiv finde ich deine Einstellung das du in zwei Jahren fertig werden willst! 😉
    Und ganz ehrlich? Ich finde es echt klasse, das du nachdem du das Ganze noch einmal reflektiert hast neu anfangen willst, oder angefangen hast! 🙂 Es ist zwar ärgerlich, aber wenn du dich mit der ganzen Entscheidung besser fühlst und du über einiges klarer und anders denkst, finde ich hast du die richtige Entscheidung getroffen. 😀 Und ich glaube, das wird es dir (hoffentlich) auch leichter machen mit dem Schreiben und am Ball bleiben. 😀
    Ich finde jeder der Schreibt, egal wie oft, wie wenig oder viel er/sie schreibt ist man Autor. Wie du selbst sagst, das Feuer brennt schon eine ganze Weile in dir und so lange wie es weiter brennt, weiß ich das du fertig werden kannst! Egal wie lange es dauert und in welche, kleinen oder großen, Schritten du vorankommst, du kommst voran. Und das ist es was zählt! 🙂
    Ich sag einfach mal schon, ich drück dir feste die Daumen das es bei den zwei Jahren bleibt! *Cheerleader Pompons schwenkt* Und selbst wenn es länger dauert, dann ist das auch egal. 😀 Irgendwann wirst du dein fertiges Erstlingswerk in Händen halten. 😀

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    1. ich danke dir! tausend tausend dank! dein kommentar traf im richtigen moment ein… im moment der leisen und lauten selbstzweifel….
      eine schöne flamme der hoffnung!

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      1. Aw, das freut mich sehr zu hören! Selbstzweifel, egal ob laut oder leise, sind das schlimmste was einem im Kopf herumschwirren kann! Falls sie wiederkommen sollte oder dich gar nicht erst in Ruhe lassen sollten, denk ikker daran: Jeder noch so kleine Schritt hat dich am Ende der Reise voran gebracht! ❤
        Und falls du jemanden zum reden, motzen oder sonst was brauchst ich hab immer ein offenes Ohr! ❤

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      2. Ja, hast du! Es war kein richtiger Reinfall… Nur das ich wieder einmal mehr gemerkt habe, dass ich mit „knapp“ 30 nicht mehr bei meinen Eltern wohnen kann ohne das es „Reibereien“ unter uns gibt. XD

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      3. Aaaah ja… verstehe… Das ist aber auch wirklich eine sehr verständliche Reiberei^^
        Gibt es Aussicht, dass sich die Situation bald ändert?

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      4. Haha, ja nach 6 Jahren in denen studier habe und für mich gewohnt habe und unabhängig geworden bin das mich so langsam nervt xD

        Nein, leider nicht… es wird wohl noch eine Weile dauern bis sich da was dran ändert😥

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      5. Ja, das ist denke ich ganz natürlich, dass es dann reibereien gibt…
        Und eine Wg oder ähnliches ist wirklich nicht im Rahmen des Möglichen?
        Ach mensch… Halte durch! 😉

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      6. Haha, ja irgendwann geht man sich dann gegenseitig auf die Nerven!

        Nein, leider nicht, wenn bei mir kein „Geld ins Haus“ kommt und hier im ländlichen Bereich ist das fast unmöglich wegen WG. (Macht so gut wie keiner hier xD) aber wie gesagt, ich ohne Geld ist da eher das Problem xD

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      7. Es ist echt verflixt mit solchen Studiengängen… Interessant… Aber man muss auch einfach verdammt mutig sein, das zu studieren… Schließlich ist es echt nicht leicht, damit anstellung zu finden… In welche Richtung suchst du, wenn ich fragen darf?

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      8. Das ist es ja! Hätte ich jetzt ein Dualstudium oder wie sich das hier in Deutschland schimpft würde das auch anders aussehen. Ich hatte mir das auch anders vorgestellt, weil es ja auch gar nicht geplant was das ich 2017 so überstürzt zurück nach Deutschland ziehe.
        Ich suche und bewerbe mich eigentlich bei allem was ich finde und wo mein Bachelor für reicht. Momentan arbeite ich wieder vermehrt an meiner Masterarbeit und will mich dann auch, mal sehen was ich damit an Job kriege! Falls nicht bin auch noch offen für eine Berufsausbildung, als Fachangestellte für Medien (das wäre dann im Bereich Bibliothek). ☺️

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      9. Vom Bibliothekswesen ist leider auch abzuraten… Das ist ganz offen auch ein Beruf ohne Perspektive… Die meisten Bibliotheken laufen übers Ehrenamt und Deutschlandweit sind top ausgebildete Facharbeiter auf der Straße… Schweres Buisiness…
        Könntest du dir vorstellen, in Richtung Proffessur zu gehen?
        Oder wenn schon nicht Bibliothekar, dann Buchhandel oder so?

        Ach man… immer wieder fies, wenn das Leben einem einen Strich durch die Rechnung macht…

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      10. Hm, das kann gut sein. Die bei der Agentur für Arbeit letztens meinte an Universitäts- oder Hochschulbibliotheken suchen sie immer Leute. xD Ich glaube da sagt einem jeder was anderes, wenn man so rumfragt. xP Buchhandel, hm. So ansatzweise kann ichs mir schon vorstellen aber so wirklich viel Perspektive seh ich da auch nicht. 😛

        Um Gotteswillen… Professur… xD Ich kotze jetzt schon mit meiner Masterarbeit und hätte vor anderthalb Jahren mit fertig sein müssen, das ich in diese Rechnung nicht mal denke. XD

        Ja, so ist das eben kann man nichts machen. xD haha

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      11. ach ja… alles schon nicht so einfach… -.-
        es stimmt definitif dass immer alles relativ ist^^ am ende wirst du den weg finden, der für dich sein sollte, da bin ich mir sicher 😉
        ich wünsche dir dabei gaaanz viel kraft ❤

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