Gedicht: Konserviert

Nicht wundern, noch ist kein Herbst. Doch das Wetter in Potsdam war zuletzt recht herbstlich, darum habe ich mich hier zu diesem kleinen kitschigen Jahreszeiten-Gedicht hinreißen lassen. So lang ist´s ja auch nicht mehr hin 😉


 

alex-holyoake-7KjRkbxHqoI-unsplash

Goldne Strähnen zeugen Zeit,
Zeugen einen Sommers weit.
Zeugen, gezeugt vom gleißend Licht,
Das sich auf nassem Haare bricht,
Welches war durch See geschwommen.
So wurd das goldig Haar gewonnen.

Nun kreischen die Goldnen Strähnen stumm
Im windig rauen Sturm herum,
Denn sie können bei Leib nicht fassen,
Dass sie drohen zu verblassen.
Auch der behaarte Kopf sich fragt,
Wie lang das Gold noch bleiben mag,
denkt er doch so gern zurück
An diesen Sommer voller Glück.

Noch soll´s vorbei nicht sein!,
Mischt sich des Kopfes Trotze ein.
Doch so, wie der Herbst die bunten
Goldnen Blätter treibt nach unten,
Wird auch der Kopf sein Haupt bald schmücken
mit der trostlos „Winterperücken“.
Doch noch lächelt bei jeden Spiegelblick,
Ein goldenes Sommerlächeln zurück
Und so trägt sich diese Zeit heiter
Bis in den Herbst und Winter weiter.

 

Photo by Alex Holyoake on Unsplash

 

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