Das Alte und das Neue

Seid gegrüßt!

Da kehre ich nun wieder aus meiner (wie immer) unangekündigten Winterpause zurück. Ich weiß, ihr habt es kaum ohne mich ausgehalten.

Und was treibt mich hierher?

Natürlich der Jahres Rück- und Vorausblick, denn auch, wenn ich immer wieder genervt zum 31.12. mit den Augen rolle und stöhne „das ist doch auch nur ein Tag wie jeder andere“ der schlichtweg „willkürlich mit Bedeutung überladen wird“, so lässt mich das eben doch nicht kalt und ich mache mir meine Gedanken.

So wars

Ich glaube, gesamt betrachtet war die erste Hälfte die bessere. Mein Freund und ich sind zusammen gezogen, ich hatte größtenteils Home-Office und fühlte mich beinahe als Gewinnerin der Corona-Krise. Ich spürte offen gestanden kaum Einschränkungen. Ich treffe sowieso nicht jede Woche meine Freunde, die meisten wohnen eh nicht in Potsdam, und dadurch, dass ich eben eine Autorenseele bin, fällt es mir nicht schwer, mir die Zeit zuhause oder beim Spazieren zu vertreiben.
Aber das hat sich dann doch etwas gedreht. Da ich Corona leider Gottes sehr ernst nehme, hatte ich wirklich kaum soziale Kontakte, was ich nun nach hinten raus wirklich merke. Als ich am Silvesterabend auf das Jahr zurück blickte merkte ich, dass da wirklich nicht viel war, das man betrachten kann. Hat mich alles in allem dann doch mehr mitgenommen, als ich dachte. Hinzu kam, dass mein Freund und ich mental auch nicht immer so auf der Höhe waren, uns dadurch zusätzlich zu Corona noch mehr eingeigelt hatten… Naja, offen gestanden bin ich einfach froh, dass dieses Jahr vorbei ist.

Trotzdem war ja nicht alles schlecht.

Ich habe mit viel Freude (wenn auch mit wenig Regelmäßigkeit) diesen Blog betrieben und bin unendlich dankbar, diesen wundervollen „Ort“ zu haben. Denn genau das ist der Blog für mich mittlerweile, ein Ort zum Kraft tanken.
Darum muss ich mal wirklich Danke sagen. Ich bin hier mit einigen sehr interessanten Leutchen zusammengetroffen und es war immer unglaublich bereichernd.

Ich habe beim Schreiben gute Fortschritte gemacht und vor allem eine sehr angenehme Selbstsicherheit gewonnen. Ich weiß, dass ich alles schreiben und beenden kann, dass es eben nur seine Zeit braucht. Das war für mich eine enorme Erkenntnis und Erleichterung.

Auch beruflich lief es an sich gut, muss ich sagen. Positiv war vor allem, dass ich nicht so oft auf Arbeit sein musste 😉 Aber es tut auch gut, nun im dritten Lehrjahr zu sein und doch ein Minimum mehr an Verantwortung und Anerkennung zu bekommen. Ich fühle mich mittlerweile fast als echter Mensch akzeptiert und erhalte sogar Lob. Der Wahnsinn^^
Zudem habe ich einfach selbst meine Fortschritte bemerkt und erkannt, wie froh ich bin, Gärtner zu lernen. Auch wenn 40 Stunden nicht mein Ding sind und meinem Schreiben definitiv im Weg stehen: für mich als Mensch ist diese Ausbildung tatsächlich wichtig gewesen, da ich dadurch ganz grundlegende Erkenntnisse gewann.

So wird´s

Gut! Ich bin wirklich zuversichtlich. Immerhin werde ich dieses Jahr meinen Abschluss machen. Das bedeutet, dass der Sommer sehr lernintensiv sein wird, aber danach ist der Mist dann auch endlich vorbei und ich habe wieder mehr Gewalt über mein Leben.

Dann wird dieses Jahr wohl jenes sein, in welchem ich mich das erste mal bei Verlagen und Agenturen bewerben werde. Das ist ein ziemlich großer Schritt. Ich erwarte zwar nicht zu viel davon (naja, also ein Literaturnobelpreis muss schon drin sein), doch allein zu wissen, dass man endlich etwas beenden wird, ist Gold wert!

Zudem habe ich doch eine Art Vorsatz gefasst (man wird vielleicht merken, woher dieser rührt… wie gesagt, Corona hat mich doch etwas aus der Bahn geworfen)… Ich möchte meine Freunde unbedingt wieder öfter sehen und generell ein sozialeres Sozialleben führen. Es ist schade, dass ich meine Freundschaften in Potsdam allein durch die Arbeit geschlossen habe. Insofern werde ich wohl etwas mutiger werden müssen!


So, das war nun ganz schön viel Geschwafel – Respekt, wer es bis hierher geschafft hat!
So ein kleines bisschen brauchte ich wohl diesen therapeutischen Text, ich neige eben doch zur Melancholie.

Ich wünsche euch allen wirklich einen guten Start in das neue Jahr! Ich hoffe, ihr seid und bleibt gesund und müsst keine herben Verluste verzeichnen oder seid selbst seelisch durch die Maßnahmen belastet. Sollte das so sein, dann such euch bitte jemanden zum Reden!
Lacht über die zur gesellschaftlichen Konvention gewordenen Neujahrsvorsätze oder nehmt euch die Zeit zur Besinnung und Kraftschöpfung – es ist ganz euch überlassen 😉
Auf jeden Fall aber ein frohes Neues mit vielen erinnernswerten Momenten!

Eure Luna ❤

10 Antworten auf „Das Alte und das Neue

  1. Ich vergesse immer, dass du in Potsdam wohnst, also gar nicht so weit!🙃 Ich kann mir vorstellen, dass die Isolation sehr kräftezehrend war, aber es freut mich, dass du nicht allein warst und zumindest das erste halbe Jahr „gut“ verlief! Und was deine Zuversicht für dieses Jahr betrifft, teile ich diese!! Ich drücke dir ganz doll die Daumen bei der Verlagssuche und dem Schreibprozess! Wenn dein Buch mal rauskommt, bestehe ich auf eine signierte Ausgabe!🥰

    Liebe Grüße!

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    1. Daran muss ich auch immer wieder denken, dass du ja quasi um die Ecke wohnst 😉
      Ich danke dir auf jeden Fall für deine lieben Wünsche haha und die signierte Ausgabe kannste haben, die wird mal Millionen Wert sein 😉 Übrigens rückt dein Buch auch immer weiter hoch auf meiner Liste (ich habe da so eine gewisse Reihenfolge, die sehr behebig ist), bin schon wirklich gespannt, diese Seite von dir zu lesen! Liebe Grüße!

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  2. So schön wieder von Dir zu lesen … Danke!

    Ich wünsche Dir von Herzen ein gutes, vor allem gesundes neues Jahr mit vielen, vielen schönen Momenten für Dich und dem erfolgreichen Abschluss Deiner Lehre. Weiter wünsche ich Dir alles Glück der Welt für Deine Schreibvorhaben, dafür, dass Du einen Fuß in die Tür zur Welt der AutorInnen bekommst, dass Dir die Freude am Schreiben aber, egal was kommt, erhalten bleibt. Ich wünsche Dir die „Wiederbelebung“ Deiner bisherigen Freundschaften und die eine oder andere neue, Dich weiter bereichernde dazu.

    Ich danke Dir für Deine Begleitung, Deine vielen Gedanken für mich und ich freue mich darauf, Dich weiter lesen und Dir schreiben zu können. Du hast einen Platz in meinem Herzen, liebes Lunchen!

    Ganz viele und nur ganz liebe Grüße an Dich! 💚🌹

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    1. Mein lieber lieber Sternenflüsterer!
      Glaube mir, du warst ganz besonders in meinem Beitrag gemeint, denn ich bin immer unglaublich froh, dir hier virtuell, aber dennoch so nah, zu begegnen. Auch jetzt hast du es wieder geschafft, mich ganz tief zu berühren. Ich danke dir dafür. Es ist etwas ganz seltenes, so schöne Gedanken gesendet zu bekommen.

      Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit dir!

      Liebe Grüße gehen mit dir an den Sternenhimmel ❤

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  3. Danke Dir für Deinen Rück-, Vor- und Einblick!
    „Aber es tut auch gut, nun im dritten Lehrjahr zu sein und doch ein Minimum mehr an Verantwortung und Anerkennung zu bekommen. Ich fühle mich mittlerweile fast als echter Mensch akzeptiert und erhalte sogar Lob. Der Wahnsinn^^“
    … Wer je eine Lehre gemacht hat, weiß, wovon Du sprichst! Warum diese Arroganz den Jungen, Neuen gegenüber??? Ich war immer froh, wenn der Berufsschultag in der Woche war – die Schulsituation kam meinem Wesen näher.
    Vorsätze? Brauch ich nicht. Ich habe schon in den ersten 3 Tagen von 2021 so viel gemacht und vorgelegt, das reicht für drei Wochen! 😉 Es ist bestimmt auch der Wunsch aus der „Totenstarre“ und der schmerzlichen Isolation zu kommen, die Du auch irgendwie beschreibst. Dir gutes Gelingen dabei!

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