3. Frage: Wer war dein erstes Schriftstellervorbild?

Seid gegrüßt!

Hier blieb es leider weiterhin recht still, das tut mir leid. Mein Plan war nicht, ausschließlich Fragen an Schreibende zu veröffentlichen, mein Blog soll eigentlich mehr zu bieten haben. Doch ich bin froh, dass ich überhaupt etwas zustande gebracht habe, denn ich hatte letzte Woche meine letzte Prüfung und darum doch so einiges anderes im Kopf 😉

Nun ist es aber endlich geschafft und ihr dürft mich Gärtnerin nennen oder eben, wie in meinem Betrieb üblich, Jungfacharbeiterin. Einen Begriff, den es logisch gesehen gar nicht gibt, doch es erscheint den Meisten wohl ein Hexenwerk zu sein, dass jene Menschen, die sie zuvor als unfähige Azubis betrachtet haben, von einem auf den anderen Tag plötzlich richtige Facharbeiter sein sollen… Mir ist es Wurscht, Hauptsache, ich konnte mich mit meinem Ergebnis stolz machen. Und das konnte ich 😉

Doch darum soll es hier ja gar nicht gehen!

Welche:r Schriftsteller:in war dein erstes Vorbild?

Vorbilder zu haben ist natürlich immer schwierig, denn man neigt dazu, diese zu idealisieren und selbst kommt man nie an dieses Ideal heran. Trotzdem hat denke ich jeder, der in irgendeiner Form schreibt, zu irgendeinem Punkt in der Vergangenheit die Begegnung mit einem Autoren gemacht, der dessen Leben beeinflusst hat. Ein:e Autor:in, die einem eine neue Sicht auf die Welt gegeben hat und einen hat erkennen lassen, dass es das ist, was man möchte: Schreiben.

Ich wusste schon immer, dass ich schreiben wollte. Keine Ahnung warum. Ich habe mir ausgiebig Geschichten erzählt und als ich verstanden habe, dass die Bücher, die überall zuhause rumstehen, geschrieben worden sind, war mir klar, dass ich das auch will. Das war einfach ganz logisch für mich.

Trotzdem gab es zwei entscheidende Autoren für mich, die mir verdeutlicht haben, was möglich ist mit Sprache und Geschichten. Durch sie habe ich mich so verstanden gefühlt, wie nie zuvor. Ich begriff, dass ein gutes Buch ein Zuhause ist, ein Ort, der mich retten kann. Und ich begriff, dass ich diesen Ort für mich und andere immer wieder erschaffen möchte. Dass ich es brauche, diesen Ort zu erschaffen.

Diese erste Begegnung war in der 9. Klasse mit „Unterm Rad“ von Hermann Hesse. Ich glaube kaum, dass ich das weiter erklären muss. Bis heute thront Hesse mit einer Gesamtausgabe von meinem Bücherregal hinab und auch mein oberstes Regalbrett ist fast gänzlich mit besonderen Einzelausgaben gefüllt.

Die nächste Begegnung war kurz vor dem Abitur mit „Der unsichtbare Apfel“ vom Schauspieler und Musiker Robert Gwisdek, auch bekannt als Käptn Peng. Es ist ein sehr absurdes Buch das auf ungewöhnliche Weise die Grenzen des Bewusstseins überschreitet und gleichzeitig verrückt und weise ist. Ein Buch, das ich unbedingt mal vorstellen muss!

Die beiden Bücher haben mich in eine Welt blicken lassen, die mich nicht mehr los lässt. Wäre ich ihnen nicht begegnet, hätten mit Sicherheit andere Bücher diesen Part übernommen, denn es gibt dutzende, die mich anhaltend berührt und als Autorin beeinflusst haben, doch diese zwei stehen für mich immer am Anfang einer Erkenntnis. Sie und ihre Autoren bleiben etwas besonderes für mich.

Nun lasst ihr aber von euch hören!

Ich würde es ja nicht „Frage“ nennen, wenn mich nicht brennend interessieren würde, welche Autoren bei euch das Feuer nochmal ordentlich zum lodern gebracht haben! Drum erzählt mir und den anderen Lesern gern einen Schwank aus der guten alten Zeit. Wie immer auch gern auf eurem eigenen Blog 😉

Liebe Grüße
eure Luna ❤

11 Antworten auf „3. Frage: Wer war dein erstes Schriftstellervorbild?

  1. Hallo luna!
    Jules Verne …seine unglaubliche Phantasie hat mich entführt, aus unserem kleinen, langweiligen, stinkenden, spießigen Dorf und ich fand alle seine Bücher einfach berauschend. Science Fiction hat mich bis in die späte Jugend begeistert.

    Ich wollte deine Frage niht unbeantortet lassen, wenn ich auch nur kurz und spontan antworte.

    hab einen schönen Abend!

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    1. Spontan ist oft nicht verkehrt! 🙂
      Hach ja, Jules Verne habe ich immer noch nicht gelesen. Dabei habe ich schon von einigen gehört, dass er ihnen quasi eine neue Welt gezeigt hat und bin ziemlich neugierig. Irgendwann werde ich auch endlich in diese Welt eintauchen ^^

      Dir auch einen schönen Abend /Tag 😊

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  2. Hallo Luna – das ist eine interessante Frage!
    Ich hab in meiner Kindheit und Jugend einige Vorbild-Autoren quasi mit ähnlichen Geschichten kopiert. Zuallererst Astrid Lindgren mit einer eigenen Version von „Wir Kinder von Bullerbü“, dann Felix Salten, den Bambi-Autor. Das Original sind zwei Bände Naturbeschreibung und so ähnliche Geschichten habe ich dann handschriftlich festgehalten. Danach gab ich Wolfgang Hohlbein gelesen und angefangen, Fantasy zu schreiben. Inzwischen denke ich, dass ich langsam an einem eigenen Stil arbeite.
    LG, Tala

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    1. Freut mich, dass dir die Frage gefallen hat!
      Es ist wirklich schwer, irgendwann die eigene Stimme zu finden. Doch ich glaube, dass auch der Prozess des Kopierens dafür essentiell ist.
      Liebe Grüße!

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  3. Oh, Gratulation zur bestandenen Prüfung!

    Ein Schriftstellervorbild… Ich weiß nicht. Die erste Autorin, deren Bücher ich verschlungen habe und die mich sicherlich auch dazu gebracht hat, selber zu schreiben, war damals Cornelia Funke. Ob ich sie deswegen als Vorbild sehe… Eher nicht, nein.
    Ich habe kein Vorbild im engeren Sinne. Es gibt Autor:innen, die ich bewundere und zu denen ich aufsehe, aber niemanden, an dem ich mich orientiere. Sicherlich wird mein Schreiben dennoch vom dem beeinflusst, was ich gerade lese, aber das passiert nicht bewusst, weil ich schreiben können möchte wie Terry Pratchett 😉

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    1. Oh ja, von Funken hatte ich auch ein paar Bücher regelrecht verschlungen. Die haben sich aber auch wirklich gut weg gelesen^^
      Finde ich sehr interessant, dass du deine Blick nicht so sehr nach außen zu richten scheinst. Es ist aber definitiv schwer, das Schreiben nicht von der derzeitigen Lektüre zu stark beeinflussen zu lassen… Das kann dann etwas seltsam beim Lektorat werden 😅

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  4. Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Lehrabschluss!

    Als Kind hatte mich Karl May dazu gebracht, eigenen Abenteuer zu verfassen und stundenlang auf der Schreibmaschine meines Vaters zu tippen. Das waren noch Zeiten 😂
    Wenn ich heute von Zeit zu Zeit Geschichten schreibe (auf meinem Blog „beateswelten“), habe ich kein Vorbild mehr vor mir. Es ist dann mehr die Suche nach meiner eigenen Sprache, meinem Stil und durch all das hindurch wohl auch irgendwie nach mir selber 🤔😊

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    1. Vielen Dank dir!

      An Karl May wurde ich nur filmisch heran geführt, doch auch so haben mich seine Geschichten etwas träumen lassen^^
      Hast du denn deine alten Geschichten noch?
      Schreiben als Suche nach sich selbst ist finde ich auch das edelste am schreiben. Und der schönste Effekt.

      Liebe Grüße!

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      1. Ich lese gerade den neuen Roman von Pascal Mercier: Das Gewicht der Worte.
        Und da schreibt er den schönen Satz:

        „Nichts sagt mehr darüber, wer wir sind, als die Geschichten, die wir erfinden.“

        Es wird wohl Zeit, dass ich all meine Geschichten noch einmal unter dieser Perspektive lese und „meditiere“. 😅

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