Empfehlung: Iain Reid – I’m thinking of ending things

Wie man auf meiner leider nicht so schönen Ausgabe sehen kann (laut Internetseite des Händlers sollte die Ausgabe eigentlich nicht in der Film-Edition gestaltet sein), Wurde dieses Buch von Netflix verfilmt und nur so kam ich überhaupt dazu.

Der Film war sehr experimentell, doch ich war begeistert, doch etwas in mir ließ mich ahnen, dass das Buch einfach noch besser sein muss. Und was soll ich sagen… Ich wurde nicht enttäuscht!

Inhalt

Unsere Protagiónistin ohne Namen sitzt im Auto neben ihrem Freund Jake, den sie zu seinen Eltern auf die Farm begleitet. Sie sind noch nicht lang zusammen und es ist das erste Zusammentreffen mit den Eltern, doch sie denkt eigentlich vor allem darüer nach, die Sache zu beenden. Sie fahren durch eine endlose Schneelandschaft und wie der Schnee treiben auch ihre Gedanken hin und her. Dahin, wo sie sich kennen gelernt haben, was ise an Jake begehrenswert findet aber auch, warum sie sich nicht wohl fühlt. Nebenbei führen die zwei Gespräche über Gott und die Welt, um es mal so salopp zu sagen.
Unsere Protagonistin ist abwesend, Kopfschmerzen und Sorgen machen ihr zu schaffen. Außerdem wird sie immer wieder von einem Stalker angerufen, der seltsame Nachrichten hinterlässt.
Nach dem sehr absurden und irrealen Essen bei den Eltern sind sie auf der Rückfahrt. Irreale Elemente nehmen zu und nach einem beginnenden Schneesturm findet sie sich mit Jake in einem Schulgebäude wieder und weiß nicht, wie sie diesem Tag, der für sie zu einem persönlichen Horrortrip geworden ist, entkommen kann.

Zwischen den Kapiteln wird immer wieder ein Ausschnitt aus einem Dialog zwischen zwei Unbekannten eingeschoben. Darin geht es um den Hausmeister einer Schule, der etwas schreckliches gemacht haben muss…

Soll man es lesen?

Unbedingt! Ehrlich gesagt kann man den Inhalt kaum sinnvoll wiedergeben, ohne etwas zu spoilern. Ich kann nur so viel sagen: Das Ende ist nicht vorhersehbar und die letzten Seiten geben der gesamten Geschichte eine vollkommen neue Bedeutung. Ich habe etwas vergleichbares noch nie gelesen und es ist für mich ein Meisterwerk des Storytellings. Die Art, wie diese Geschichte aufgebaut ist, ist genial. Wirklich genial. Und ich verspreche, dass man am Ende dieses Buch zuklappt und einfach nur atemlos ist. Des ist ein Hieb in die Magengrube, also genau das, was ich liebe^^

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und kann das jedem, der die Sprache einigermaßen versteht, auch nur empfehlen. Es ist recht schlicht geschrieben und wirklich leicht verständlich. Schlicht ist in diesem Fall auch nicht negativ gemeint. Das Englische hat es ansicht, selbst im einfachsten Gebrauch eine Schönheit zu besitzen. Das kann man vom Deutschen nicht unbedingt sagen…

Abschließen möchte ich mit den letzten Sätzen des Buches. Ungewöhnlich, ich weiß. Doch die beschreiben das Buch einfach am Besten, auch, wenn ich empfehle, dem gegebenen Rat nicht zu folgen. Es würde nur die Überraschung verderben 😉

You should read it. But maybe start at the end. Then circle back. First, though, I think you better sit down.

Iain Reid, I’m thinking of ending things

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