5. Frage: Pseudonym – Ja oder nein?

Seid gegrüßt!

Au weia, au weia… Da kündigt die Luna mal wieder groß an, dass es eine neue Mitmach-Aktion gibt, die regelmäßig erscheinen wird und schwupps – wird das Wort regelmäßig ziemlich kreativ interpretiert. Es ist Dienstag, ja. Aber der letzte Beitrag in dieser Reihe ist schon eine Weile her. Allerdings bin ich mir sicher, dass es niemandem sonderlich aufgefallen sein mag, darum lasst uns einfach so weiter machen, als sei nichts gewesen 😉

Verwendest du ein Pseudonym? Und was ist der Grund für deine Entscheidung?

Ich schreibe hier unter meinem Klarnamen und habe auch vor, anstehende Veröffentlichungen mit diesem umzusetzen. Für mich stand ein Pseudonym nie zur Debatte.
Das hat verschiedene Gründe: Erstmal mag ich meinen Namen wirklich sehr. Luna Ewunia Pursche. Gut, „Pursche“ ist leider nicht so melodisch wie der Rest, doch genau das passt eben auch so gut zu mir. Das bin ich.
Ehrlich gesagt würde es mich auch komplett überfordern, mir einen passenden Namen für mich auszudenken. Da ist einfach eine gähnende Leere in meinem Kopf, meine Kreativität vollkommen am Limit.
Hinzu kommt auch mein Stolz. Seit ich Kind bin will ich MEINEN Namen auf einem Buchcover stehen sehen. Und seit ich von einer Veröffentlichung Träume, stelle ich mir auch immer wieder vor, dass ehemalige Lehrer oder Mitschüler durch die Buchhandlung schlendern und plötzlich stutzen, weil ihnen ein Name bekannt vorkommt… „Luna E. Pursche, so viele kann es davon doch nicht geben!“ Ob es jemals zu dieser Situation kommen wird, sei mal dahin gestellt, doch ich erlaube mir hier bekanntermaßen, zu träumen 😉

Und wie sieht es bei euch aus?

Liebe Grüße
eure Luna Ewunia Pursche 😉

22 Gedanken zu “5. Frage: Pseudonym – Ja oder nein?

  1. Guten Morgen!
    Über die Pseudonym-Frage habe ich mir auch schon öfters Gedanken gemacht. Was ich bisher an Kurzgeschichten veröffentlicht habe, läuft alles unter meinem Klarnamen, und dasselbe gilt für die eines Tages hoffentlich mal anstehende Veröffentlichung meiner Trilogie. Da möchte ich unbedingt, dass mein echter Name auf dem Cover steht – geht mir ähnlich wie dir 😉

    Ich glaube, der einzige Grund für mich, auf ein Pseudonym auszuweichen, wäre, wenn ich eine Geschichte veröffentliche, die zu nah an meinem eigenen Leben ist, also inhaltlich. Die z.B. im Gesundheitswesen spielt – das letzte, was ich will, ist, dass das Kolleg:innen lesen und sich fragen, ob diese oder jene Figur aus dem echten Arbeitsumfeld entlehnt ist oder so. Ist vielleicht unwahrscheinlich, dass ich so was jemals schreiben und veröffentlichen werde, aber wenn – dann nicht unter meinem Namen. Den Stress spare ich mir ^^

    LG Anna

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    1. Hallo Anna!
      Entschuldige die späte Antwort, ich hatte Internetprobleme und das hat sich etwas gezogen… 😑
      Ich kann das sehr gut verstehen, dass du auf solche Diskussionen mit deinem Umfeld keine Lust hast. Wenn man den Protagonisten in einem ähnlichen Lebensfeld auftreten lässt, wie dem eigenen, ist sowas wohl leider oft der Fall. Ich weiß auch noch nicht, ob ich meiner Familie von meiner derzeitigen Erzählung erzählen möchte, sofern ich sie nur selbst veröffentliche. Denn ich denke, es kommt danach mit Sicherheit zu etwas anstrengenden Gesprächen, was davon denn nun „der Wirklichkeit“ entspricht und was ich mir nur ausgedacht habe 🙈😅

      Liebe Grüße!

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  2. Hallo Luna,
    Tala ist ein Pseudonym, das ich absichtlich ausgesucht habe, um über meine Schreibprojekte zu bloggen. Das hat damit zu tun, dass ich auch unter Klarnamen schon veröffentlicht habe und auch Fachvorträge halte. Alles ganz andere Genres, sprich: eine völlig andere Zielgruppe als die Zeitreise-Geschichte, an der ich seit 4 Jahren arbeite. Ich hab auch lange überlegt, ob ich das so machen möchte, aber ich denke, es ist der richtige Weg. Ich mag nicht mit meinen Nachbarn, Kunden oder Kollegen über mein Hobby diskutieren.
    Ganz liebe Grüße,
    Tala

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    1. Hallo Tala!
      Entschuldige meine späte Antwort, ich hatte Internetprobleme 😑
      Das kann ich gut nachvollziehen. Ist da irgendwo auch eine Angst dabei, dass du dann in der Fachwelt nicht mehr ernst genommen wirst, wenn bekannt würde, dass du auch Geschichten über Zeitreisen schreibst?

      Liebe Grüße auch an dich!
      Luna

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      1. Hallo Luna,
        ja, ich denke, das steckt auch mit drin: Ist die dann noch seriös? Außerdem hab ich auch die Erfahrung gemacht, dass die Leute, die sich dort in meiner Blase befinden, sich nicht unbedingt für Literatur/fantastische Literatur interessieren. Die möchte ich dann nicht spamen und andererseits hab ich auch keine Lust, mit Leuten (aus der weiteren Verwandtschaft, Nachbarschaft) mein Geschriebenes zu diskutieren, wenn die sowas normalerweise nie lesen würden. Du glaubst nicht, was für absurde Fragen dann kommen. Lieber möchte ich online potentiell „Gleichgesinnte“ finden 🙂
        Liebe Grüße, Tala

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      2. Bei manchen Gesprächen ist besser, wenn man vorbeugt und sie ganz verhindert^^
        Und gerade bei künstlerischen Sachen ist es teilweise sehr anstrengend, darüber mit Leuten zu reden, die da keinen Sinn für haben…
        Ich fühle dich da sehr^^

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      3. Ja, ich meine, natürlich muss ich mich Kritik stellen, wenn ich etwas veröffentliche. Aber wenn ich weiß, dass die Leute sich normalerweise schon nicht für das Genre interessieren, dann möchte ich für Kritik am Genre nicht die Anlaufstelle sein, sondern einfach mein Hobby genießen 🙂
        Ich glaube, ich möchte einfach nur einen „Zielgruppenwechsel“, mir eine neue Blase aufbauen. Mach ich ja auch jetzt schon zwei Jahre und ich hab auch schon viele tolle Leute kennengelernt. Wahrscheinlich könnte ich den Roman auch problemlos mit Klarnamen publizieren und einfach nicht mit meinen anderen Profilen teilen und es würde dort niemand bemerken. Die Frage nach dem Pseudonym ist wirklich tricky!!! 🙂

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      4. Das ist eben die Gefahr, wenn man sich nur in seiner blase bewegt. Allgemein finde ich wichtig, dass man eben auch immer mit Leuten kommuniziert, die einen herausfordern. Aber wenn es um das Schreiben teils persönlicher Geschichten geht ist es denke ich verständlich, wenn man vor allem nicht mit Leuten darüber diskutieren möchte, die man persönlich kennt.
        Wenn ich mir vorstelle, dass mich meine Kollegen auf meinen Blog ansprechen könnten, das ist schon etwas beängstigend. Aber das Risiko nehme ich in Kauf. Wenn ich den Wunsch habe, berühmte Autorin zu werden, muss ich mich dem eben stellen 😉
        Was ich an sich schade finde, wenn Autor:innen die verschiedene Prosa Genre bedienen das unter verschiedenen Namen machen,eben um gezielter auf ihre Zielgruppe zu wirken. Denn kein Mensch muss doch immer nur das Eine sein und Autor:innen werden meiner Meinung nach nur interessanter, je weiter der Horizont ist.

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      5. Das stimmt, ich hab da einen sehr interessanten Artikel in der „Federwelt“ gelesen, wo eine Autorin berichtete, dass sie unter ganz viele Pseudonymen schreibt und dass das natürlich auch Nachteile hätte. Sie sagte aber auch, dass Verlage oft keinen Flop mehr akzeptieren. Wenn sich das erste Buch unter einem Namen nicht ausgezahlt hat, dann lieber beim nächsten ein Pseudonym nehmen. Aus Marketingsicht finde ich das aber auch zweifelhaft, zumindest für die Autorin, die sich ja auch zu einem hohen Grad selbst vermarkten muss. Denn dann fängst du wieder von 0 an, dir eine Leserschaft aufzubauen. Nein, ich finde auch, dass ein Autor gerne viele Genres bedienen darf. Aber klar, wenn Steven King plötzlich einen Liebesroman veröffentlichen würde, wären seine Stammleser vermutlich enttäuscht!

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      6. Aber da frage ich mich, was das für Stamm Leser sind. Ich bin immer neugierig, neue Seiten an meinen Autoren zu entdecken und es kann mir gar nicht verrückt genug zugehen. Man schätzt doch einen Autoren für das, wie er ein Genre angeht, und nicht für das Genre, oder?
        Aber du hast recht, auch gerade Verlage machen es da den Autoren schwer.
        Ich frage mich, ob die Leserschaft wirklich so sehr in Kategorien denkt, oder ob es die Verlage mit ihrem Marketing auch ein Stück ein dazu erzogen haben… Und wenn das so wäre, müsste doch eine Umkehr möglich sein?

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      7. Bestimmt! Vielleicht ist es auch eine Chance, das Autoren sich mehr und mehr selbst vermarkten können und müssen. Denn dann kannst du du selbst bleiben und deine Leser kennenlernen und dich austauschen. Bist unabhängiger und freier. Sehen wir es als Chance 🙂

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  3. Inzwischen tendiere ich zum Klarnamen. Aber früher hatte ich mich hinter unterschiedlichen Pseudonymen versteckt. Aber von einer Veröffentlichung als richtiges Buch bin ich gedanklich so weit entfernt, dass es sich die Frage bei mir nur für die Website stellt.

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    1. Hallo Hannes 🙂
      Kam der Wandel durch mehr Selbstbewusstsein zu deinem Blog, oder weil du eine „ach ist mir jetzt auch egal, was andere von mir denken“ – Haltung erreicht hast?
      Liebe Grüße!

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      1. Mehr Selbstbewusstsein. Definitiv. Aber man muss das in meinen Augen nicht zu streng sehen. Wenn man für einen speziellen Text ein Pseudonym verwenden will kann man das auch parallel. Finde ich zumindest.
        Es kommt für mich auch auf die Art der Texte an, wo was besser passt. Da sollte man aufs eigene Bauchgefühl vertrauen.

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      2. Können kann man sowieso alles, wenn man sich so wohler fühlt 😉
        Was ich nur vorhin schon zu Tala meinte: Ich finde es schade, wenn man sich für ein Pseudonym entscheidet, nur, weil man etwas in einem anderen Genre schreibt. Das suggeriert, ein:e Autor:in dürfte vor den Lesern nur ein Genre erzeugen und das finde ich schade.

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      3. Das ist halt die Frage, wie sehr du da für dich eine Art Schutzwall aufbauen willst. Oder andersherum, wie sehr es für dich zum jeweiligen Kosmos passt.
        Für humoristische Sachen würde ich beispielsweise ein Pseudonym verwenden, weil es für mich besser passt.
        Für Fantasy eventuell ein anderes Pseudonym, weil ich einen bestimmten Effekt erzielen will. Etwas Mysteriöses schon durch den Namen schaffen. Etwas, was zu der Welt passt.
        Bei Erotik würde ich ein Pseudonym wählen, weil mir da das Selbstbewusstsein fehlen würde, mich offen der Diskussion zu stellen, wessen Phantasie ich da zum Ausdruck bringe. Das ist für mich beispielsweise eine innere Grenze, wo ich einen mentalen Schutzwall bräuchte.
        Ich kann deine Bedenken verstehen. Aber man es eben auch umdeuten. Dass nicht der Druck von außen kommen muss. Sondern der eigene Wunsch Ursache ist.

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      4. Wenn der eigene Wunsch de Ursache ist, ist das natürlich deutlich besser. Und beim Thema Erotik bzw Fantsy kann ich deine Argumentation nachvollziehen und allgemein kann jeder seinen persönlich absolut legitimen Grund dafür haben. Ich will das ja nicht verurteilen, gar nicht.
        Ich stelle es mir nur so komisch vor, weil sich damit gewissermaßen auch die Persönlichkeit spaltet. Ich, die Entwicklungs-Autorin, ich die Fantsy-Autorin ect… Dabei ist es doch Ich die Autorin, die so vielschichtig schreibt, wie ihre Persönlichkeit! Aber das ist wohl auch nur meine Wahrnehmung ^^

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      5. Ja, kann ich nachvollziehen. Beide Sichtweisen sind absolut in Ordnung.
        Für den einen mag es unterschiedliche Schichten einer Persönlichkeit sein.
        Bei Fiktion sind die Autor:innen für mich irgendwie auch weitere Figuren. Sozusagen die Erzähler:innen.

        Beispielsweise meine Gedichte sind dagegen sehr persönlich und da finde ich meinen Namen auch passend.
        Aber wie gesagt, ich finde beide Wege absolut in Ordnung.

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