Altes und Neues

Seid gegrüßt!

Hier war es nun wieder eine Weile still… (Wie oft muss ich eigentlich meine Einträge damit beginnen? Ich zähle es lieber nicht…)

Ich muss nun auch gleich mit einem Geständnis starten, denn es gibt einen ziemlich benennbaren Grund, weshalb ich meinen Kopf nicht für´s Bloggen frei hatte (also besser gesagt ein zusätzlicher Grund zu den ganz normalen Ablenkungen in meinem Leben):

Instagram.
Ja, ganz recht. Einige von euch haben mich ja bereits gefunden (oder ich euch?). Wer diesen Blog etwas länger verfolgt, kennt vielleicht meine äußerst kritische Sicht, die ich auf diese Plattform habe.
Sie ist oberflächlich (egal, wie sehr man auch versucht, relevante Themen anzusprechen, man kann ihnen in diesem Format nie gerecht werden, denn da ist einfach kein Platz für ausführliche Differenzierung und vor allem keine Zeit, denn…), extrem kurzweilig (man ist darauf aus, immer das Nächste zu sehen und zu lesen, eben deshalb ist es egal, wie differenziert du deinen relevanten Inhalt kundgibst, die Lesenden bzw. Konsumierenden haben gar nicht die Möglichkeit, sich wirklich tief damit auseinander zu setzen, egal, wie sehr sie es auch versuchen, denn die Versuchung zur nächsten Zerstreuung ist einfach viel zu groß), die Aufmerksamkeitsspanne verkürzt sich dadurch (klinisch bewiesen), wir verlieren unwiederbringliche Lebenszeit, fühlen uns evtl. schlecht danach (jaja, die perfekte Welt auf Instagram) und sind allgemein wesentlich gestresster (fomo und so, ihr wisst schon).
Warum ich trotzdem auf dieser Plattform bin?
Gute Frage…
Wie ihr wisst versuche ich mich ja als kommende Autorin und nun, da sich die zweite Überarbeitung meiner Erzählung dem Ende neigt und ich eventuell im nächsten Jahr im Eigenverlag veröffentliche (wenn wider Erwarten Suhrkamp kein Interesse an meinem Buch haben sollte), muss ich irgendwo Menschen finden, die mich kennen. Denn wenn mich niemand kennt, liest mich auch niemand, oder?
Also ja, Insagram bedeutet Werbung für mich. Aber natürlich macht es auch ein Spaß, an Gedicht-Bildchen zu basteln, die ich da poste und mit bestimmten Leuten enger in Kontakt zu treten. Ihr seht, es ist nicht alles nur scheiße 😉

Doch das sollte ein Jahresrückblick und -ausblick werden und ich verquassel mich hier schon wieder so über alle Maßen.
Also, jetzt richtig!

Das war 2021…

Vielschichtig auf jeden Fall. Ich ging mit extrem viel Motovation rein und habe die ersten Monate richtig gut was geschafft und mir, grad was das Schreiben angeht, gut was vorgenommen und auch gut durchgezogen.
Dann kam der März und hat ordentlich bei mir reingeschissen, wenn ich das mal so sagen darf. Psychisch habe ich das bis in den Spätsommer gemerkt. Warum ich euch das hier schreibe? Weil ich mir das selbst immer wieder eingestehen muss. Weil ich es nicht verdrängen sollte. Weil diese Dunkelheit zu diesem Jahr gehört und weil ich aus ihr heraus gefunden habe. Trotzdem kommt da manchmal noch eine kleine Nachhut, ein Schatten, und ich darf nicht vergessen, woher dieser Schatten stammt.
Naja, in der Dunkelheit lässt sich schlecht schreiben, darum kam da ne dicke fette Blockade. Schreibziele adé!
Doch selbst in der Zeit war nicht alles scheiße. Freunde traten unmissverständlich an meine Seite, ich habe die unglaubliche Hilfe meiner Familie gespürt, habe meine Ausbildung mit Auszeichnung bestanden, ich war auf zwei Coronakonformen wunderbaren Festivals und habe generell wieder viele soziale Interaktionen gehabt (so viele, wie schon lange nicht mehr), neue Menschen kennen gelernt, meine botanische Leidenschaft vertieft und war mitunter wirklich sportlich unterwegs ^^
Dann kam endlich wieder Licht und ich fühle mich wieder lebendig. Habe eine wundervolle Liebe, schreibe wieder mit Herz und blicke dem Ende des Projekts entgegen.
Nun kam über Weihnachten ein kleines Schmankerl hinzu, und zwar kam mir im Haus meiner Schwester eine tolle Kurzfilmidee, in die sie sofort freudig mit einstieg und die ganze Familie anfing, die Idee weiter zu spinnen. Daraus folgte nun, dass ich direkt anfing, das Drehbuch zu schreiben und wir werden es wohl noch im ersten Quartal des nächsten Jahres umsetzen. Dazu werde ich aber mal einen eigenen Beitrag schreiben.

Somit muss ich sagen, dass dieses Jahr für mich sehr zuversichtlich endet, denn momentan kann ich mich nicht beklagen. (Was bedeuten würde, dass es einem automatisch gut ginge, sofern man nichts zu beklagen hätte? Na gut, das ist viellecht auch etwas ungenau…)

Also es geht mir gerade wirklich gut und darum gehe ich auch mit guten Gedanken in das nächste Jahr.

2022!

Meine drei Vorsätze:
1. Je Woche 3 Seiten Schreiben
2. Je Monat ein Buch lesen
3. Jede Woche 2 mal mind. 15 Min Sport machen

Wenn ihr schockiert sein solltet: Ja ich habe dieses Jahr wahrscheinlich weniger als 12 Bücher gelesen. Dieses Jahr, generell alle Jahre in der Ausbildung, waren für mich keine guten Lesejahre. Mal sehen, wie es weiter geht, jetzt, wo ich fertig bin.
Und ich weiß, mit 3 Seiten Schreiben bin ich keine Maschine, aber mache dennoch motivierenden und nicht überlastenden Fortschritt. Das ist mir das Wichtigste.

Kreative Ziele sind folgende:
1. Drehbuch beenden
2. Erzählung beenden
3. Kurzfilm drehen
4. Erzählung veröffentlichen
5. Sammlung meiner Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlichen
6. An Schreibwettbewerben teilnehmen

Darüber hinaus werde ich mir dieses Jahr auf die Agenda setzen, was ich letztes Jahr psychisch nicht geschafft habe: Eine Schreibgruppe in Potsdam gründen bzw. finden. Ich denke mir, dass hierbei Instagram recht vorteilhaft sein könnte.

Was auch nicht zu vergessen ist, dass ich irgendwann im nächsten Jahr einen neuen Job brauche. Das wird definitiv krass und mit enormen Versagensängsten gekoppelt sein. Ich bin jetzt schon sehr aufgeregt, aber freu mich auch.


So, da haben wir das also auch wieder geschafft!
Das war wohl wieder einer solcher Beiträge, die ich eher für mich, als für euch geschrieben habe, aber das geht wohl allen mit ihren Neujahrsposts so 😉

Ich wünsche euch auf jeden Fall ein gutes und gesundes neues Jahr!
Ich hoffe, dass ihr euch nicht zu viel Druck aufbaut, denn auch, wenn man den Kalenderwechsel als Neuanfang werten kann, so gibt es genug Situationen, die das nicht zulassen. Nicht alle Probleme können mit plötzlicher neuer Motivation und ein paar schönen Vorsätzen gelöst werden. Wenn gestern alles scheiße war, ist es das heute auch noch. Punkt.
Aber natürlich wünsche ich euch allen, dass es eben nicht scheiße ist beziehungsweise der große Scheißaufen ein Ende in Sichtweite erahnen lässt ❤
Und falls ihr Vorsätze für euch gefasst habt, zwei kleine Tipps: Erstens übertreibt es nicht. Vorsätze auf zu vielen Gebieten sind einfach nur Quatsch. Ihr könnt nicht gleichzeitig eure Ernährung umstellen, urst viel Sport treiben, euch selbst auf einmal lieben und 5 neue Hobbys durchziehen. Zweitens solltet ihr versuchen, eure Vorsätze und Ziele so genau wie möglich zu formulieren. Das macht es konkreter und besser zu kontrollieren.
Mir hat es sehr geholfen, diese zwei Punkte zu beachten. Dadurch haben Vorsätze für mich schon einen positiven Effekt auf mein Leben, ohne dass ich sie zu ernst nehme, denn mir ist klar, dass ich niemals einen Vorsatz das ganze Jahr einhalten werde. Das muss ich auch nicht, ich bin trotzdem keine Enttäuschung. Und ihr auch nicht 😉

Ganz liebe Grüße
von der Luna ❤

8 Gedanken zu “Altes und Neues

  1. Oh cool, ich liebe Kurzfilme. Viel Erfolg bei der Umsetzung, halte uns bitte auf dem Laufenden. 🙂
    Ich habe mir für dieses Jahr fest die Veröffentlichung eines Gedichtbandes vorgenommen. Die Verlagssuche spare ich mir, scheint mir bei Gedichten nicht sinnvoll, ich mache es also gleich selbst. 😉
    Alles Gute für 2022! Viele Grüße, David

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    1. Vielen Dank dir!
      Ja, ich mag das schreiben von Drehbüchern auch sehr 🙂
      Hui, na da bin ich gespannt! Ist auf jeden Fall schön, wenn man so ein Projekt geplant hat.
      Liebe Grüße und viel Erfolg dabei!

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  2. Liebes Lunchen 💚:
    Ich wünsche Dir ein gutes, glückliches, gesundes neues Jahr, von ganzem Herzen. – Wenn ich das alles so lese, dann steht da doch einiges auf der Agenda bei Dir – um so besser und richtiger finde ich es, dass Du es nicht im Sinne umfassender Vorsätze angehst, sondern als Ziele, die Du im Blick hast. Was wird, kann niemand sagen, und was nicht wird, wird keinesfalls nur an Dir liegen.

    Ich bin gar nicht schockiert, dass Du höchstens 12 Bücher gelesen hast, im vergangenen Jahr. Wer einen Arbeitsalltag hat, obendrein womöglich noch weiteren Verpflichtungen, mitunter Zwängen, zu folgen hat, dem bleibt leider nur wenig Freiraum. – Ich kenne das nur zu gut, und bin meinerseits immer wieder ganz traurig, dass ich so viel weniger zum Lesen komme, als ich das gern möchte.- Daher wünsche ich uns beiden, dass im neuen Jahr hoffentlich ein bisschen mehr Zeit bleibt für das, was uns beiden wohl buchstäblich Nahrung ist.

    Zu etlichem Anderen, was Du hier thematisiert hast, habe ich manche Frage, aber es würde ausufern und vielleicht auch den einen oder anderen Rahmen sprengen, wenn ich sie hier stellen würde. (Ich werde es mir also für „andere Stelle“ aufheben. 😉)

    Mich habe Deine Zeilen hier insgesamt sehr berührt, sie haben mir Deine Vielfalt noch einmal in besonderer Weise nahe gebracht, Deine ganz spezielle Art Mensch und menschlich zu sein. Gerade, weil Dein Eintrag hier wohl nicht unwesentlich zu eigenen Selbstverständigung diente, war er für mich wertvoll – solche Einträge zeigen oft mehr wie man ist (hier: wie Du bist) als etwas schon „Fertiges“.

    Meine Wünsche von oben noch einmal bekräftigend und um den für ganz viele sonnige Momente für Dich, für Körper, Herz und Seele, erweiternd, bleibe ich mit ganz vielen, nur lieben Grüßen an Dich – Dein Sternfluesterer. 🍀

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  3. Bevor ich dir alles Gute für das neue Jahr wünsche, ist es denke ich angebracht dir noch verspätetet – Gratuliere zur bestandenen Ausbildung! Und dass du trotz „ups and downs“ letztes Jahr am Ball geblieben bist. 🙂

    Und jetzt; alles gute und liebe für das neue Jahr, das du deine Vorsätze halten kannst und sie vielleicht auch nicht „so eng siehst“! Und ganz ehrlich? 3 Seiten pro Woche zu schreiben ist doch ein guter Vorsatz! Je weniger Druck, je mehr Motivation zum Schreiben hast oder bekommst du vielleicht 😀
    Das mit den „wenigen“ Büchern die du letztes Jahr gelesen habe finde ich gar nicht schlimm. Jeder liest so viel wie er mag und Lust zu hat, schließlich soll es Spaß machen und manchmal ist das Leben außerhalb des Buchs doch viel wichtiger. 😉 Ich hab’s aus langweile und mangel an anderen Sachen vielleicht etwas übertrieben mit der Menge an Büchern – aber ein schöner Zeitvertreib war es trotzdem für mich hardcore Introvertierte. xD

    Ich wünsche dir auch weiterhin viel Erfolg mit Instagram und das du dir eine „Community“ aufbauen kannst, mit der du alles was dir wichtig ist und erscheint teilen kannst. 😀 Obwohl du die Plattform nicht magst, finde ich es interessant das du ihr trotz allem eine Chance gibt’s und sie nutzen willst – für die kleinen, so wie die großen Projekte. Ich sehe Instagram mittlerweile mehr als mein eigenes „kreatives Foto-Stübchen“ wo ich einfach mal andere, spontanere (stillleben)Fotografie ausprobieren kann, haha.

    Ich für meinen Teil habe mir keine Vorsätze gefasst – ich halte sie ja eh nie ein, also lass ich sie lieber gleich weg, bevor ich mich unter Druck setzte. Ich hab nur einige „Leitfäden“ die ich nutzen will um einige Situationen zu verbessern oder um sie zu verändern. 🙂

    Aber gut, das soll es schon gewesen sein von mir.
    Ich freu mich auf das kommende Jahr und das was du teilen wirst. 😀 Es wird sicherlich nie langweilig mit den ganzen Projekten, die du da so am Start hast. Toi toi damit und ich drücke dir die Daumen! 🙂

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    1. Liebe Sarah!

      Erstmal war ich unfassbar gerührt, als ich deinen Kommentar gelesen habe. Hat mich einfach richtig überwältigt, dass du dir solche Zeit genommen hast, meinen Beitrag aufmerksam zu lesen und MIR so unfassbar LIEB zu antworten. Haha ja, ich bin diese Tage emotional, aber du hast mich definitiv voll erwischt damit! Ich finde es irgendwie schön, dass man sich durch solche soziale Netzwerke tatsächlich über Jahre Begleiten und Anteil am Leben der anderen nehmen kann. Das ist schon ein bisschen verrückt – und sehr schön^^ Ohne wie eine Stalkerin klingen zu wollen, aber du und z. B. Mia von Miasanker waren auch so Gründe, weshalb ich auf Instgram gelandet bin – wollte eben gerne auch auf dieser Ebene nochmal connecten 😉
      Kann deswegen auch sagen, dass ich sehr gespannt auf das nächste Jahr bin und freue mich sehr auf alles, was du zu teieln bereit bist!

      Liebste Grüße!

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      1. Das wollte ich jetzt aber nicht, dich so aus der Fassung bringen, aber es freut mich das ich dir eine Freude machen konnte mit meinem Kommentar. 🙂
        Genau das gefällt mir an den sozialen Medien auch. Einfach mit Leuten die man kennengelernt hat in Kontakt bleiben und das Leben auf eine Art mitzuverfolgen.
        Haha, ach das klingt gar nicht Stalkerhaft! 😉 Im Gegenteil, ich finde es schön, dass du mir auch auf einer eher von dir unbeliebteren Plattform folgst. Ich persönlich finde es einfacher über Fotos, Bilder oder Eindrücke die man festhält ins Gespräch zu kommen.

        Da freu ich mich! Ich bin auch sehr gespannt was ich selbst so schreiben werde oder will und auch von anderen lese… Auch, wenn ich nicht immer so interagiere wie ich es mir wünsche ^^;

        Liebste Grüße zurück

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