Eine Erkenntnis über Schreibblockaden

Seid gegrüßt!

Hach, da schreibe ich nun seit 4 Jahren auf diesem Blog… Und schreibe seit so vielen Jahren meine Geschichten… Und trotzdem muss ich hier den wohl zwanzigsten Beitrag über Schreibblockaden schreiben.
Wäre es nicht schön, wenn man irgendwann aus diesem Thema rauswachsen würde? Wenn man irgendwann sagen könnte: „Schreibblockaden? Ach, das waren doch diese unangehmen unproduktiven Wochen, die ich am Anfang meines Schaffens hatte!“
Doch sie werden uns wohl zeitlebens begleiten.

Jüngere Leser:innen will ich damit nicht verschrecken. Keine Sorge, denn es wird besser. Ihr werdet euren Umgang damit finden, werdet eure Schreibblockaden kennen lernen, so, wie ihr euch selbst jeden Tag ein bisschen besser kennen lernt. Ihr werdet Wege entwickeln, wie ihr euch schneller aus diesem Sumpf heraus ziehen könnt und ihr werdet nicht mehr so sehr leiden.

Und da ich selbst auch noch recht jung bin, lerne auch ich mich und meine Schreibblockaden stetig besser kennen.
Im Moment bin ich nämlich etwas versumpft, was mein Schreiben betrifft. Doch es ist anders als sonst. Das Schreiben an sich ist kein Problem. Wenn ich sitze, dann klappts auch. Gut, ich kann gerade keine 3 Seiten am Stück schreiben, aber das muss ja auch nicht sein.

Mein Problem ist, dass ich mich nicht zum Schreiben motiviert bekomme. Ich habe keine Lust. Ich will nicht.
Mich hat das sehr lang wirklich traurig gemacht, weil ich mich einfach nicht verstehen konnte.
Jetzt verstehe ich mich aber!

Normalerweise habe ich es bei Schreibblockaden so empfunden, dass mein Ausgang blockiert war. Die typische Situation, dass man vor dem weißen Papier sitzt, etwas verfassen will, doch einfach nichts raus kommt. Da ist ein großer fetter Stein vor der Tür und so sehr man auch drückt und schiebt, er lässt sich nicht bewegen.
Dann muss man sich Gedanken machen: Was ist das für ein Stein? Mein Stein war meist die Angst, zu scheitern. Nicht gut genug zu sein. Es nie zu schaffen. Und während man sich mit diesem Stein auseinander setzt, schmirgelt er sich ab, wird immer kleiner, bis man ihn endlich aus dem Weg rollen kann und sich die Worte ihren Weg nach draußen bahnen.

Dieses Mal ist aber kein Stein im Weg, der mir den Ausgang versperrte. Wenn ich einmal in meiner inneren Schreibstube bin, kann alles raus, was will.
Mein Problem ist, dass ich gar nicht in diese Schreibstube rein möchte. Ich stehe vor der Tür, aber die Tür ist zu. Nicht abgeschlossen, nur zu. Ich müsste klinken, schon wäre ich drin, aber ich will nicht klinken. Ich will draußen bleiben.
Warum? Weil da drin Ich bin. Schreiben ist bei mir etwas unfassbar persönliches, doch ich möchte mir gerade gar nicht so persönlich begegnen. Die letzte Zeit war privat aufwühlend und da ist noch vieles in mir, was sich setzen muss. Einiges, was ich mir vielleicht noch nicht eingestanden habe. Ich bin voller Nebel, doch ich habe angst, dass dieser sich legt und ich erkenne, was sich darin verstecken konnte. Darum möchte ich nicht schreiben, denn ich weiß, dass der Schreibprozess mir immer auch Erkenntnis bringt.

Als ich erkannt habe, dass das mein Problem ist, war ich ganz schön stolz auf mich, denn nun weiß ich, woran ich arbeiten muss. Das machts nicht zu einem Kinderspiel, aber auf jeden Fall einfacher.

Darum also auch dieser Beitrag. Wenn ihr unter einer Schreibblockade leidet, dann seid ganz ehrlich zu euch selbst und fragt euch: „Was hat sie ausgelöst?“
Diese Frage ist oftmals schon der Weg hinaus. Zumindest der erste Schritt auf diesem Weg. Oder wenigstens die Richtung. Aber ihr wisst, was ich meine 😉

Liebe Grüße,
eure Luna ❤

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