Lektorin und Storycheck

Seid gegrüßt!

Nach dieser langen Zeit, in der ihr nichts von mir gehört habt, ist bezüglich meiner in Arbeit befindlichen Erzählung viel passiert. Wie im letzten Beitrag angedeutet, habe ich eine Lektorin gefunden und möchte euch ein bisschen davon erzählen.

Die Suche

Mir war klar, dass ich jemanden für ein Lektorat wollte. Jemand, der mit proffessionellem Blick auf meine Geschichte schaut und mir hilft, das Beste raus zu holen. Zum Einen, um die Chancen bei Agentur/Verlagssuche zu erhöhen und zum Anderen, damit mein Text möglichst gut ist, wenn ich im Eigenverlag veröffentlichen müsste.
Also habe ich das Netz durchsucht und man findet da natürlich allerhand Lektor:innen, doch ich war immer zögerlich. Die finden meine Geschichte sowieso doof, also versuche ich das gar nicht erst. Die lektorieren doch ein ganz anderes Genre, das passt nicht. Hier stehen keine Konditionen… Mich hat immer irgendwas abgehalten.
Dann bin ich auf Insta und habe dort gesucht und einige Profile auserwählt, denen ich folgte. Ein eigenes Manuskript ist etwas extrem persönliches, darum war es mir wichtig, dass mir die Person auch irgendwie sympatisch ist. Es muss passen.

Und wie es aussieht, muss ich auch einfach Glück haben!

Lektoratsstube

Die liebe Larissa Eliasch hat sich etwas tolles überlegt: zur Feier ihres hundertsten Beitrags verschenkte sie einen Storycheck. Die Bedingung: Man müsse in den Kommentaren die Geschichte, welche man von ihr überprüfen lassen wollte, in einem Satz zusammenfassen. Aus den Sätzen würde sie dann einen erwählen, der sie besonders reizen würde.
Ich grübelte und tippte schließlich: Auf einer botanischen Exkursion mit ihrer Schwester in der Wildnis Norwegens versucht Antonia, den Tod ihrer Eltern aufzuarbeiten und den Sinn in ihrem Leben wieder zu finden, verliert dabei allerdings zusehends den Bezug zur Realität.
Nein, es ist nicht geschummelt, wenn der Satz besonders lang ist xD
Ihr habt nun richtig vermutet: Ich wurde von Larissa erwählt und etwas schöneres ist mir lang nicht passiert.

Der Storycheck „Espresso“

Der Storycheck läuft folgendermaßen ab: Man schreibt eine Zusammenfassung zur Geschichte (max. 3 Seiten) und Larissa überlegt sich anhand dessen, wie der Spannungsbogen ist, ob wichtige Phasen im Plot erkennbar sind, wie die Figurenentwicklung ist, was für ein Genre das wäre usw. Dann gibt es ein Videocall, bei dem man das alles durchgeht. Es gibt auch noch zwei weitere Storycheck-Arten die dann etwas teurer sind und ein paar Extras haben. Dieser würde eigentlich 99€ kosten.

Zugegeben: So eitel, wie ich bin, hätte ich nie gedacht, dass ich einen Storycheck gebraucht hätte. Und wenn ich noch ehrlicher bin, war ich auch viel zu geizig. Danach habe ich mich geärgert, das nicht schon früher gemacht zu haben, denn ich hätte vielleicht einiges an Zeit sparen können. Man muss halt wissen, ob man die hundert Euro hat, oder nicht. Wert sind sie es allemal. Wenn man das Geld hat und man seine Geschichte liebt, dann darf man das auch in sein Baby investieren. Ich habe mir letztens eine (wirklich wunderschöne) Bluse für 70€ gekauft. Wenn ich mich entscheiden müsste, ob ich mir ein Kleidungsstück oder einen Storycheck leiste, dann weiß ich, was ich wähle. Zumal ich finde, dass diese 99€ nichts sind. Ich habe im Gespräch gemerkt, wie intensiv sich Larissa damit auseinander gesetzt hat. Das war nicht nur einfach gelesen, bissl was notiert und fertig ist die Laube. Sie hat sehr viele ausführliche Notizen gemacht und ich war richtig gerührt, als sie meinte, sie hätte bei einem Buch, das sie gerade liest, wegen einer bestimmten Sache an die Geschichte denken müssen. Das zeigt: Sie trägt die Geschichten mit sich und das ist unbezahlbar. Für das Gespräch hat sie sich auch enorm viel Zeit gelassen, es ging über eine Stunde! Kurz darauf hat sie mir auch noch unterstützende Unterlagen und Links fürs Plotten und den Schreibprozeß geschickt. Ich will sagen: Sie nimmt sich enorm viel Zeit!

Was kam denn nun dabei rum?

Extrem viel! Sie hat mir Unsicherheiten genommen und mich enrom darin gestärkt, an die Qualität meiner Geschichte zu glauben. Das tat so gut. Gleichzeitig hat sie mir viele Anregungen gegeben, war sehr ehrlich, aber nicht vor den Kopf stoßend. Ich hatte angst, ein Lektorierender könnte mir irgendwas aufdrängen, doch sie hat da ein super Gespür. Sie findet Schwachstellen und sucht gemeinsam eine Lösung, lässt sie einen aber selbst finden. Ich habe mich super geführt und irgendwie in Sicherheit gefühlt.

Fazit

Traut euch und lasst Profis auf die Geschichte schauen. Klar, es ist eine Kostenfrage. Aber wenn ihr euch ein Lektorat nicht leisten könnt, dann versucht es vielleicht wenigstens mit einem Storycheck. Ich bin mir sicher, dass Larissa nicht die einzige ist, die das anbietet. Davon abgesehen kann ich sie aber von ganzem Herzen empfehlen! Sie hat auch schon ein Probelektorat durchgeführt (3 Seiten) und ich war begeistert von ihrer Gründlichkeit und wie sie kommentiert. Auch, wenn es mir gezeigt hat, dass ich noch enooorm viel verbessern muss, habe ich mich danach nicht wie die schlechteste Autorin auf der Welt gefühlt. Da war die Gewissheit, dass da jemand ist, der den Diamant aus mir herausholen kann. Oder den Halbedelstein. Oder Kiesel. Ganz egal, hauptsdache diese Geschichte geht irgendwann in den Druck ^^

Liebe Grüße
eure Luna ❤

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