Textschnipsel: Weg

Meine Hände in ratlos kreisender Bewegung. Mein Mund für Worte geöffnet, doch woher sollen sie kommen?“Weg?”, fragt mein Gegenüber, dessen Hände die meinen spiegeln.“Weg”, sage ich. Weil es ausreicht. Weil es alles sagt. Der Rest sind Tränen. Arme kommen, sie halten mich ganz fest, tun mir gut, obwohl ich nichts spüren kann. Doch, natürlich spüre ich etwas. Denn mein Brustkorb klafft weit geöffnet, Herz und … Textschnipsel: Weg weiterlesen

Kürzestgeschichte: Ein Ende

Ich sollte weinen. Etwas in mir sagt, dass es mehr als angemessen sei. Sogar verpflichtend. Mein Zögern rührt wohl daher, dass ich es bereits ahnte. Damit meine ich nicht, dass ich ahnte, was mit dir los ist oder dass es für dich bald so weit sein würde. Ich bin nur einfach nicht überrascht. Ich rufe mir bereits jetzt alle Erinnerungen ins Gedächtnis, die wir miteinander … Kürzestgeschichte: Ein Ende weiterlesen

Textschnipsel: Falsch adressiert

Er könnte sie schlagen. Sie schütteln und zu Boden werfen. Natürlich könnte er das niemals, nie könnte er sie verletzen, ihr etwas antun. Niemals könnte er sich wünschen, dass sie leidet und doch brodelt in ihm ein Teufel, der alles anzünden will. Ein Teufel, der sie auch schon verletzt hat mit seiner scharfen gespaltenen Zunge, der ihr verbale Peitschenhiebe versetzt hat.Und sie? Sie könnte ihn … Textschnipsel: Falsch adressiert weiterlesen

Textschnipsel: In der Stille der Ton #2

Also kann ich es doch nicht ignorieren, denke ich und vergrabe meine Finger in den Haaren. Ich kratze auf meiner Kopfhaut auf und ab, so, dass ich nur noch das Schaben höre und das Brennen von den Fingernägeln spüre. Doch natürlich höre ich nicht nur das Schaben. Als ich aufhöre, ist schließlich nur noch das Brennen da, das Brennen und der Ton.Der Ton ist laut, … Textschnipsel: In der Stille der Ton #2 weiterlesen