Wenn man von Vorne anfangen muss…

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„Hey, wie läuft´s denn mit dem Schreiben?“
„Joa, klasse…“
„Ach schön! Auch mit dem Roman?“
„Joa, klasse…“
„Mensch, toll! Wie weit bist du denn?“
„Joa… Schon, würde ich sagen…“
„Aha… Und sag mal du, steht immer neben dir das Glas Nutella, wenn du schreibst?“

Joa… was soll ich sagen, ihr Lieben… Eigentlich bin ich ja eine Tasse Tee neben mir gewohnt, die dann schön fleißig vor sich hin dampft, während ich die Tasten anschlage. Das Bild jetzt sieht aber ganz anders aus… Ich hänge irgendwie komisch verkrümmt über meinem PC, starre auf die Datei und nuckel am Nutella-Löffel. Ganz klasse. So läuft das, wenn man Autorin werden will!

In meinem Baby, von dem ich euch doch schon so viel erzählen wollte, stecken 5 Monate Arbeit.
19500 Wörter. Nich die Welt, aber ich bin doch stolz auf mich. Ich gebe mir die Zeit, es ist also okay. Man hätte mehr schaffen können, hab ich nicht, kann ich mit leben.

Dann passierte es gestern plötzlich… Ich werde um acht Uhr wach, steh auf, mach mir Tee, setze mich auf die Terasse (bin eben bei Freunden zu Besuch), öffne das Dokument… und dann fällt es mir auf…
Das Mittelmaß. Ja, klar, jeder Autor hat wohl immerwieder dieses Gejammer, dass er doch ach so schlecht ist… Und ja ich bin erst 20, da wird wohl kaum das pure Gold aus meinen Händen fließen, das weiß ich schon und ist auch okay… Ich meine das nämlich auch gar nicht. Ich sehe durchaus Passagen, die gut sind, sogar ein paar heimliche Schulterklopfer sind dabei. Dann gibt es natürlich diese Sätze, die furchtbar sind, bei denen ich mir beim Schreiben wirklich keine Mühe gab, sondern einfach nur drauf los tippte mit dem Wissen, dem Ganzen bei der Überarbeitung einen Schliff zu verpassen…
Ich meine etwas viel wichtigeres, nämlich die Struktur, die Dramaturgie… Das ist alles Banane… Mein drittes Kapitel hat vielleicht soetwas wie eine Dramaturgie, doch ein Gesamtkonzept steckt da nicht drin. Mein Roman beginnt mit Ereignis A und soll in B münden und alles dazwischen ist bis auf einige Zeitsprünge und Perspektivwechsel sehr linear… So linear, dass es mich beim Schreiben langweilt.
Und das ist ja nun wirklich das Letzte, was ich will! Ich möchte ein Buch schreiben, dass hin und her springt, dass den Leser beinahe erschaudern lässt… das auslöst, dass man am Ende dasitzt, es zuklappt und sich denkt „Mensch, diese Luna Pursche, die hat sich da echt ordentlich Gedanken gemacht, das fügt sich ja alles perfekt zusammen!“
Im Moment kann ich davon noch nichtmal träumen…
Und mir kam die Erkentnis, dass ich wohl oder übel eine Bestandsaufnahme machen muss von dem, was da steht. Dass ich mir überlegen muss, was ich will und wie ich das erreiche. Ich muss plotten, plotten bis der Arzt kommt. Denn das braucht meine Geschichte schon seit einer Weile.
Und dann… Ja dann muss ich wohl von vorne anfangen… 19500 Wörter, von denen nur ein Bruchteil verwertet werden kann, für die Katz. Natürlich nicht für die Katz, all das war ja Teil meines Lernproßesses bla bla bla… Gerade kommt es mir so vor, als müsste ich meine gesamte Geschichte zerschlagen, auseinandernehmen und bei null wieder zusammensetzen. Das erscheint mir gerade unschaffbar… Ich verliere das Vertrauen, diese Geschichte jemals beenden zu können. Jemals irgendwas beenden zu können… Jemals auch nur ansatzweise meinen Traum zufriedenstellend erfüllen zu können…

Und ja, ich steckte mir gestern den ersten Löffel Nutella in den von Gram verzerrten Mund und ja, das ist wirklich keine Bewältigungsstrategie… Noch mehr schlechtes Gewissen, klasse^^
Habe mich dann gestern in mein Zimmer verzogen, mich gedankenjammernd aufs Bett geschmissen, bin gedankenjammernd eingeschlafen, bin nach Stunden aufgewacht, mit den Freunden den Rest des absolut schrecklichen Till Schweiger Tatorts gesehen und herzlich gelacht, mich um ein Uhr nachts wieder hingelegt und bis zwei gedankenjammernd wach gelegen.
Na, wenn man schonmal eine Schreibkrise hat, dann möchte man die bitte auch angemessen zelebrieren! 😉

Und nun, da sitze ich hier mit grummelnden Magen, der vor lauter Nutella und frischen Kirschen (meine Freunde haben einen über und über mit Kirschen behangenen Kirschbaum… Das reinste Paradies!) rebellieren möchte…

Und was sagt mir das?
Jetzt ist auch mal gut mit Jammern!
Also irgendwie auch nicht, denn aus dieser miesen Laune komme ich gerade echt nicht raus, denn es gelingt mir nicht, mit Tatendrang in das neue Abenteuer zu springen, nein ich sitze hier verzagend und bin erschlagen von der bevorstehenden Aufgabe. Ich möchte diese Geschichte so gern beenden, sie hat es verdient… Doch ich weiß nicht, ob ich es kann…
Aber irgendwie möchte ich hier mit einem guten Gefühl oder einem Lösungsversuch aus dem Ganzen hervor gehen…
Deswegen… Vielleicht wisst ihr mir Rat? Habt ihr selbst diesen Punkt erlebt, an dem ihr gezögert habt, weiter zu schreiben? Gab es den Moment, an dem ihr nicht wusstet, ob es vielleicht doch gut genug ist, um weiter zu schreiben, in der Hoffnung, alles ränkt sich wieder ein und kann spätestens bei der Überarbeitung behoben werden? Wenn ja, was hat euch bei der Entscheidung geholfen? Wie habt ihr euch dafür entschieden, weiter zu machen oder wieder von vorn zu beginnen? Gibt es Seiten, die ihr mir als Ratgeber zum Plotten bzw für die Dramaturgie empfehlen könnt?
Oder habt ihr ganz allgemein, auch als nicht Schreiberling, einen Tipp für mich?
Wann wird aus eurer Sicht eine Story platt erzählt? Etwas, was ich eigentlich wissen müsste, doch gerade funktioniert einfach gar nix bei mir…

Ich habe für mich auch schon einen kleinen Lösungsansatz gefunden… ich wollte euch ja sowieso hier von meinem Romanprojekt berichten, habe mich durch sämtliche Zweifel aber nie wirklich dazu durchgerungen. Ich werde das nun in Angriff nehmen, in der Hoffnung, so dem Ganzen nochmal anders zu begegnen und von euch vielleicht auch schöne Impulse zu bekommen… Ich hoffe, ihr habt daran Interesse 😉

So, nun soll dieser schrecklich schlechtgelaunte Beitrag endlich ein Ende finden, ich gehe mir hier ja shon selbst auf die Nerven!
Ich für meinen Teil werde nun das Nutellaglas zuschrauben und ganz weit weg stellen… Am besten auch den Besteckkasten abschließen. 😉
Dann öffne ich wieder das Dokument, werde das Material sichten… Und weiter grübeln…
Doch ich werde versuchen, es nicht als Verlust zu betrachten, sondern als Chance!
Immerhin soll mein Baby doch das geilste auf der ganzen Welt werden, da hat niemend davon auszugehen, dass das einfach werden würde 😉

In diesem Sinne,
Liebste Grüße an euch alle da draußen in den weit verstreuten Landen!
Eure Luna ❤

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32 Kommentare zu „Wenn man von Vorne anfangen muss…

Gib deinen ab

  1. Einen wirklichen Rat zu erteilen, ist schwer, denn es ist immer ein subjektives Problem. Vielleicht das einzige, das generell gilt, klingt schon wieder so abgedroschen, dass ich mich selbst dafür ohrfeigen könnte: Gib alles, nur nicht auf.

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    1. Da war der Kommentar schon weg🙈😅
      Wollte dir doch noch danke sagen😉
      Denn es ist ja so… Nicht Jammern, einfach machen… Und so ein charmanter Tritt in den Hintern ist dann doch was wert 😉

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  2. du sprichst mir aus der Seele… bastel auch gerade mal wieder an meinem Romanprojekt und hoffe nicht damit zu versinken… du wirst das packen, gib niemals auf!!!

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  3. Vielleicht legst du die Geschichte eine Weile weg, widmest dich etwas anderem – eventuell hilft ein bisschen Distanz, um zu erkennen, was das richtige ist … (würde ich jedenfalls versuchen). Jedenfalls viel Erfolg bei der Entscheidfindung!

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    1. Ja, ich denke, das wird auch passieren. Ich mache gerade eine Bestandsaufnahme, arbeite ein paar parts um, die ich behalten möchte und werde dann wohl wsl in mich gehen müssen und den Kopf frei bekommen…
      Ich danke dir für deine Zeit, die du dir genommen hast! Ist doch sehr ermutigend😉😊

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  4. Ich kenne das auch :/. Wenn es passiert, dass ich mit meinem Geschriebenem völlig unzufrieden bin, nehme ich mir entweder eine „Auszeit“ und schreibe stattdessen an einem meiner …Nebenprojekte weiter (beispielsweise eine Kurzgeschichte oder eine Fanfiction) -dabei lernt man ja auch was 🙂
    Und wenn ich zutiefst traurig und am Boden zerstört bin, schaue ich mir YouTube Videos an.
    Am meisten würde ich dir da Jenna Moreci empfehlen – Playlist ‚Tips for Writers‘.
    Das muntert mich immer auf und ich habe -zumindest das Gefühl- bei ihr unglaublich viel gelernt zu haben.
    Und ich schließe mich den anderen Kommentaren an: Bloß nicht aufgeben!

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    1. Ach, ich danke dir total!
      Ja ich werde tatsächlich bald eine kleine Pause davon einlegen (es sei denn ich habe einen absoluten Motivationsschub😉)
      Ich schreibe momentan auch wieder mehr kleinen stuff, was dem Kopf dann definitiv auch gut tut… Es hilft mir wsl nur bedingt für das Roman Handwerk, denn von einer Kurzgeschichte kann man nur schwer auf einen Roman

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  5. Aaach zu früh abgeschickt ^^
    Von einer Kurzgeschichte lernt man kaum für einen Roman… Aber wie gesagt, es hilft mir sehr als mein persönliches ventil.

    Ich werde auch definitiv versuchen, viel an input zu bekommen, deswegen echt danke für deinen Tipp! Bin gespannt, was es neues zu erfahren gibt ^^ machst du dir wenn du dir die Videos ansiehst eigentlich auch Notizen? Mir ist aufgefallen, dass man das dadurch so viel besser verinnerlicht!

    Ich danke dir für deinen Kommentar!
    Und verzeihe bitte, falls meine Sätze gerade kaum Sinn ergeben, ich gehöre eigentlich ins Bett und mein Kopf denkt langsamer, als meine Finger tippen…
    Gute Nacht 😉

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  6. Mir geht es so auch oft, aber ich habe jetzt damit angefangen, meine neue Projekte „1. Entwurf“ zu nennen, und das hat mir wahnsinnig geholfen, denn dann weiß ich, dass das was ich schreibe nicht perfekt sein soll, überhaupt nicht perfekt, weil es ja eben nur der erste Entwurf ist. Und den sehe ich als Experiment, als Spielplatz, als „wie-komme-ich-von-A-bis-B-in-einer-weise-die-Sinn-ergibt?“ Und immer wieder erzähle ich mir, dass der nächste Entwurf besser wird, dass ich dann die Feinheiten angehe. Doch erst mal muss etwas grobes hin, woran ich arbeiten an. Ich muss meine Gedanken los werden, um sie von einer größeren Perspektive anschauen zu können.
    Ich bin mit meiner Geschichte nun am dritten Entwurf und langsam aber sicher wird die Sprache schön, die Struktur besser, die Plotlöcher behoben, etc. Mein erster Entwurf war nicht schön, aber er ist fertig. Mein zweiter Entwurf war eine völlig Neuschreibung des Ganzen, aber das war nur möglich, weil ich die Geschichte schon einmal ganz durchgeschrieben hatte.
    Ich hoffe, das hilft dir. Eine Schreibkrise ist Teil des Autorenleben, glaube ich. Den kann man nicht umgehen leider, aber es fühlt sich um so besser an, wenn man es irgendwann ins Ziel schafft!

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    1. Ich danke dir so sehr!!! Dein Kommentar war absolut hilfreich!
      Das schöne an schreibkrisen ist ja, dass man eigentlich weiß, wo das Problem liegt und dass man weiß dass das alles gar nicht so wild ist… Und trotzdem erscheint alles wie der Weltuntergang.
      Mir war klar, dass das momentan eh der erste Entwurf ist, dass die fein Arbeit später kommt… Dass es vollkommen ok ist, wenn der erste Entwurf sogar schlecht ist… Aber ich habe all die schönen Bücher dieser Welt vor Augen und dachte mir ganz plötzlich : Warum ist meins nicht so?!?!
      Also Wollte ich am liebsten alles löschen und bei Null anfangen, sah alles verloren… Und tatsächlich werde ich auch jetzt schon einiges umschreiben, einfach, weil ich schon genauer weiß, wo ich hin will und besser arbeiten kann, wenn sich der Anfang schon daran orientiert…
      Doch ich muss mir genau das vor Augen halten, was du sagst:Ich muss es zunächst zuende bringen, wirklich als Entwurf betrachten, der dann vollkommen überarbeitet werden muss!
      Ich habe Angst, dass ich es nicht hinbekomme, später den Entwurf so zu überarbeiten, dass er gut wird, doch davon muss ich mich wohl endlich mal verabschieden…
      Wirklich, danke!
      Du hast meinen Verstand wieder wach gerüttelt und in ordentliche Bahnen gebracht 😉

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  7. Vielleicht hörst Du einfach damit auf, „das geilste auf der ganzen Welt“ schreiben zu wollen, sondern versuchst vor allem, die Freude am Schreiben und an Deinen Figuren wiederzufinden.
    Ok, ich kann da nicht wirklich mitreden, da mich die Roman-Ambition nicht gepackt hatte. Ich hätte wohl auch so meine Mühe, ein vorgefasstes Konzept auszuschreiben. Ich werde meist erst kreativ, wenn es schreibt in mir, und oft weiss ich nicht wirklich, wo meine Figuren hingekommen, wenn ich mit Schreiben beginne 😉
    Viel Mut beim Weitermachen!

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    1. Nun, ich sage mal so, an mangelnder Freude am schreiben und an den Figuren hapert es tatsächlich nicht. Ich befinde mich zum Glück nicht in diesem Kreislauf, nur zu schreiben, weil ich denke, dass ich schreiben muss, sondern es ist wirklich meine Leidenschaft, die da aus mir kommt. Ich verzweifele auch nicht, weil ich mit einem Markt denken daran heran gehe und jemandem gefallen möchte. Ich möchte eben mir gefallen und dafür braucht es eine gut komponierte Geschichte, denn das ist für mich das a und o an einem Roman…. Ich kann von soetwas baucbkribbeln bekommen 😊😅
      Doch leider findet man soetwas noch kaum im Manuskript….
      Doch ich habe begriffen, dass das jetzt ja auhh noch gar nicht nötig ist… Es ist der ERSTE ENTWURF… Es darf unperfekt sein… Es geht kaum anders…
      Und damit im Kopf kann ich mit weniger Druck schreiben… Und meine Liebe zum schreiben und den Figuren auch tatsächlich besser genießen, wie du es sagst😉

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  8. Ich werde mich hüten, dir einen Rat zu geben, denn jeder Autor geht anders mit dieser „Krise“ um, wenn sie ihn erwischt. Und sie erwischt nur die guten, denn die schlechten stellen niemals in Zweifel, ob das taugt, was sie machen. Denn sie sind von sich überzeugt.

    Ich habe auch so ein „Leidensbuch“, das ich einfach nicht zu Ende bringe und das mich jedesmal ärgert, wenn ich es mir wieder einmal vornehme – 400 Seiten für die Schublade und das, obwohl manches darin zum Besten gehört, was ich je geschrieben habe.

    Nur zwei Dinge als kleine Anmerkung:

    1. Deine Leser kriegen das alles nicht mit, was dich jetzt bekümmert; die machen kein Gedöns um gute oder schlechte Sätze, denen ist egal, wieviele Stunden du über einen Satz oder eine Formulierung nachgegrübelt hast. Leser lesen vollkommen anders als Autoren. Und alle sind anders: Ein Buch spricht sie an oder eben nicht, so einfach ist das. Die bemerken ganz andere Dinge als du – und sind in der Regel toleranter.

    2. Wirf nichts weg. Alles kann wiederverwertet werden – später, in einem anderen Text, in einem anderen Buch, in einem anderen Leben. Ich zehre noch heute von den 1001 Romananfängen, die ich vor dreißig Jahren schrieb.

    Grüße, Nikolaus

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    1. Ja… Das stimmt wohl, Leser haben ganz andere Leseerfahrungen, als ein Autor, der Bücher liest. Wenn man sich die durchschnittlichen Rezensionen auf den Netzwerken anschaut, dann merkt man, dass meistens nur zwei Dinge wichtig sind : es muss flüssig zu lesen sein und irgendwie fesseln.

      Und es stimmt, ich versuche auch alles übersichtlich zu horten, eben damit es nochmal verwendbar wäre… Gedanken und Ideen komplett zu entsorgen bringe ich auch nicht übers Herz 😉

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  9. Uh, komkrete Tipps sind schwer.
    Ich weiß ja nicht, welche Methoden du schon verwendest.
    Und ich bin auch kein leuchtendes Beispiel. Mein Drehbuchprojekt liegt schon seit geraumer Zeit in der Schublade. Aber mir geht es genau wie dir, dass ich die Geschichte zu Ende bringen will. Mein Leben lässt es aber nicht zu. Stichwort: Andere Prios.
    Was mir aber sehr geholfen hat, überhaupt so weit zu kommen:
    Kenne deine Figuren (fast) besser als dich selbst. Wenn ich meine Figuren kenne, fließt der Text viel leichter und klingt auch besser.
    Unterteile deinen Plot in Szenen. Welche Eckpunkte braucht die Geschichte? Wenn du die Szenen erstmal auf Karteikarten umreist, fällt es leichter, die Sprünge zu organisieren und zu prüfen, ob die Reihenfolge passt.
    Was ist die Prämisse jeder Szene? Welche Funktion erfüllt sie?
    Ich hoffe das hilft.
    Ansonsten: Am Schreiben bleiben. Auch immer wieder kleines. Das trainiert auch. Z.b. das Gefühl für den Text. Und man bleibt im Schwung.

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    1. Mensch, du hättest gerade sehen müssen, wie ich aufhüpfte!
      Das mit den Karteikarten ist so ein genialer wie einfacher Tipp… Es ist fast beschämend, nicht schon früher darauf gestoßen zu sein ^^
      Mir fällt es nämlich tatsächlich schwer, nur digital zu arbeiten, auch, wenn man schreib Programm schon eine Klasse Struktur rein bringt. Ich brauche immer mein Notizbuch und habe selbst da noch das Gefühl, es muss habtischer werden… Und da sind. Karteikarten genau die richtige Lösung!
      Ich danke dir vielmals, werde das definitiv ausprobieren! Und ihr werdet wsl bald erfahren, ob es gefruchtet hat 😉
      Liebe Grüße und nochmal, weil es so schön war… Danke😊😉

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      1. Ja, leider sehr jung von uns gegangen.

        Danke. Aber bei den Prioritäten bin ich im Moment eher pessimistisch. Ist aber auch nicht so schlimm. Ich war schon immer mehr in den Gedichten zu Hause. Da wird auch weiterhin mein Schwerpunkt liegen.

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  10. Oh ich versteh dich so gut! Wenn ich wieder mal komplett weggeblasen bin von einem Roman, der einfach wie eine Zwiebel sich zerlegen lässt und dann schau ich meinen an und denke mir: hmmm. ist halt auch da.
    Der erste Band ist ein Abenteuer-Roman – also das Genre des „von A nach B“ schlecht hin und damit musste ich mich abfinden. Für mich bedeutet es, dass ich Tiefe nicht wie bei Game of Thrones durch Intriegen und ein wildes Netz an Schauplätzen habe, sondern bei meinen Charakteren, den Themen und im World-Building Ebenen schaffen muss.

    Und kürzlich hatte ich eine Szene vor dem letzten Show-Down. Da sollte es ja schon Schlag auf Schlag gehen, aber ich hing irgendwie und selbst als ich die Szene (ein ganzes Kapitel) geschrieben hatte, nahm es immer noch den Schwung raus und langweilte mich. Also habe ich es zur Seite gepackt und bin noch mal neu ran. Weil wenn du A und B weißt, hast du alle Freiheit dazwischen =)

    Ich hoffe mein Gerede konnte dir einwenig helfen und Mut zusprechen =)

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    1. Da hast du recht… Man muss halt sehen, was das für ein Roman ist, den man schreibt und was da überhaupt alles rein gehört… Man kann ja auch nicht alles wahllos rein packen 😉
      Und genau, ich sollte es von der Positiven Seite aus betrachten… Ein keines Neuanfang schadet nie und man besitzt alle Freiheiten 😉
      Ich danke dir für dein mutmachendes „Gerede“ 😉😊🌻

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  11. Hallo Luna,
    so geht mir das Momentan auch! (Und ich hab gerade mal das 1. Kapitel von der Überarbeitung fertig und möchte es eigentlich schon wieder überarbeiten, zumindest den letzten Teil…) Ich habe auch riesige Probleme mit dem Plotten. Um ganz ehrlich zu sein, ich hab keine Ahnung was ich damit überhaupt machen muss oder anstellen kann. Manchmal grüble ich fast stundenlang und überlege ob ich überhaupt weiß was Plotten ist… ^^;
    Eine gute Seite oder ein gutes Buch hab ich zu dem Thema leider auch noch nicht gefunden. Auf einigen Seiten im Internet lässt sich zwar gutes finden, aber meistens kann ich mit den Tipps nichts anfangen und verrenne mich in Unwissenheit oder fliehe wieder in das ewige „Aufbauen“ meiner Charaktere…
    Gute oder gar nützliche Tipps kann ich dir leider auch keine da lassen, da ich wie gesagt zu 95% der Zeit selber keine Ahnung habe was ich für mein Projekt da so veranstalte oder des Öfteren auch nicht veranstalte… Ich kann dir einfach nur das sagen was mir mein Dozent für das schreiben meiner MA auch immer gesagt hat;

    „Fang bei einer Interessanten stelle an, ein Zitat, ein Wortspiel oder sonst was. Fang bei irgendetwas an was deine Aufmerksamkeit in seinen Bann zieht, etwas wo das schreiben ganz alleine ohne viel nachdenken funktioniert und hör erst auf, wenn du merkst das du mehr Zeit zum Überlegen brauchst als zum Schreiben! Dann druckst du dir das was du geschrieben hast evt noch aus, machst dann das Dokument zu, legst die ausgedruckten Blätter bis morgen liegen und schaust dir dann (vorzugsweise das ausgedruckte an und bewappnest dich mit einem Stift/Marker der nicht gleich „Falsch“ schreit und liest dir durch was du da fabriziert hast. Nicht alles wird klasse, super und verständlich sein, aber vielleicht findest du ja etwas Brauchbares, mit dem du weitermachen kannst oder gar etwas Neues findest was dich in seinen Bann zieht.“

    Ich weiß, ein Zitat oder Wortspiel finden ist in unseren Fall, wenn man versucht einen Roman zu schreiben nicht der beste Ansatz. Aber ich nutze diesen Tipp und fange mit einer Scene an die mir vielleicht schon seit Ewigkeiten im Hirn herumspuckt und schreib sie auf. Sie mag zwar nicht als Fortsetzung für meinen jetzigen „Schreibstau“ dienen, aber vielleicht später, oder sie findet im schon geschriebenen einen Platz oder gar einen eigenen Neuen, wo man sie gar nicht vermutet hätte.

    Vielleicht hilft es ja. Es ist kein Allheilmittel für alle Probleme bezüglich des Schreibens, aber dabei verliere ich nicht den Mut oder die Lust an meinem Projekt. Und bleibe immer am Ball. Momentan ist mein ganzes Erschaffenes für das Projekt nur ein Sammelsurium von diversen Scenen ohne „Heimat“ und nie enden wollenden Charakterprofilen. XD

    Manchmal brauch man aber einfach mal einen Miesen Tag. Einen Tag an dem man alles doof findet was man bis jetzt geschrieben hat und auch so alles. Glaub mir die hab ich zu genüge, egal worum sie sich drehen. Aber dann geht es am nächsten oder übernächsten Tag umso besser weiter. Da ich mir dann immer denke, schlimmer kann es eh nicht mehr werden. ;P

    Ich wünsch dir dennoch viel erfolg und freue mich über jedes bisschen was du eventuell mit uns teilen möchtest! 😀 Manchmal hilft ja schon der Senf den andere dazugeben um weiterzumachen, haha.

    Ganz liebe Grüße und frohes schaffen ❤

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    1. Hey du liebe!

      Ja, Plotten ist echt so eine verflixte Sache… dieses krampfhafte Nachdenken und darüber grübeln kenne ich auch nur zu gut! Da sitzt man da und möchte nun im Detail planen, wie es weiter geht… und mehr als dieses Vorhaben kommt nicht zustande…^^
      Es ist gut, wenn dir der Tipp deines Dozenten in der Planlosigkeit hilft! Denn es stimmt, irgendeinen Ansatzpunkt braucht man ja, um welchen man herum schreiben kann! Und bei Romanen kann das definitif eine in der Zukunft liegende Szene sein… Mir hat auch eine Blogger-Freundin empfohlen, nicht so linear zu arbeiten… Ich tu mich nämlich wirklich schwer damit, Szenen zu schreiben, die erst später kommen und arbeite alles nacheinander ab… Dabei kann es definitiv eine gute Taktik sein, die ich mir endlich mal aneignen sollte…
      Wobei es natürlich doof ist, wenn es dann darin ausartet, dass man ewig viele frei hängende Szenen hat^^ Aber wer weiß, vielleicht fügen sie sich noch alle zusammen 😉
      Ich habe hier dazu einen total einfachen, aber genialen Tipp bekommen: Die einzelnen Szenen auch Karteikarten schreiben und vor sich anordnen, da kann man dann super sehen, was fehlt, was passt usw… 🙂

      Ansonsten stimmt, was du sagst… Ich habe diese zwei Tage schlechte Laune irgendwie gebraucht, musste einfach mal Dampf ablassen und habe das Gefühl, dass eine ganz neue Inspiration in mir aufkommt! Auch, weil ich einfach überwältigt bin, wie viele liebe Leute einfach auf mein Gejammer reagiert haben, und sich auch wirklich Zeit nahmen, und Gedanken machten!^^

      Also dir auch echt fettes danke, dass du nochmal diese liebe süße Motivation dagelassen hast! Es folgt bald ein Beitrag zum Projekt 😉
      Und ich hoffe, bei dir liest man auch bald mehr davon!

      Ich drück dich ❤

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      1. Heyo. ❤
        Ja, Plotten ist für mich das schlimmste, wie gesagt! Auch weil ich es nicht wirklich kann, oder denke das ich es nicht kann. xD
        Er hilft wie alle Tipps mal mehr mal weniger, kommt leider immer drauf an. 🙂 Mein „großes Glück“ ist ja, dass ich das ganze was ich jetzte gerade schreibe, eigentlich schon verkürzt und noch schlechter vor Jahren schon einmal geschrieben habe. Von daher habe ich zum Glück einen riesen großen Leitfaden der mir zeigt wie es weiter gehen soll. Aber grade deswegen habe ich des Öfteren auch das Problem wie du, ich denke zu linear. xD Ich schreibe zwar gern Szenen die wann später kommen und baue mit Hilfe dessen auf, aber da ist dann auch die Angst ganz groß das ich mich in unwichtigen Dingen verrenne und dann mit den ganzen Szenen nichts anzufangen weiß. 😛
        Cool! Der Tipp mit den Karteikarten hört sich wirklich gut an! Den werd ich mir definitiv mal merken! 😀 Wie du schon sagst, dass vor sich haben von Szenen oder anderen Dingen ist bestimmt recht hilfreich und man kann dann hin und her schieben. Super Tipp, danke dafür! 😀
        Yay! Das hör ich gerne! 😀 Ja, ich find das auch immer gut einfach mal Luft abzulassen und, wenn dann noch so eine Rückmeldung von anderen kommt ist das es motivierend und zeigt, dass man nicht alleine dasteht. (So geht mir das irgendwie immer x) )
        Bitte gerne und immer wieder! 😀 Ich freu mich schon auf den Beitrag zu deinem Projekt! Ich bin heute leider nicht dazu gekommen, weil die neue Tischplatte für den größeren Schreibtisch Probleme gemacht hat und mein Papa und ich beinahe an die Decke gegangen wären, aber ja. Der Abend ist ja noch lang und das WE hat auch erst angefangen! XD Von daher, uns beiden toi toi! 🙂
        Fühl dich auch ganz lieb gedrückt und man liest sicht. ❤

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      2. Ach, aber wenn du dich auf ein kleines Manuskript stützen kannst, istdas ja wirklich nicht schlecht!
        Wobei es einem manchmal dann vielleicht schwer fallen kann, etwas komplett neu zu denken und man alte Plott Fehler übernimmt… Tja, Fluch und Segen^^

        Aber ich bin zuversichtlich, denn so eine neue Schreibtischplatte lädt doch perfekt zum Schreiben ein!
        Ich werde sonst böse, wenn es nicht vorwärts geht ;P
        Liebe grüße ❤

        Gefällt 1 Person

      3. Ja, das ist mein großes Glück mit dem mini Manuskript. Die ersten 5 Kapitel glaub ich wird es mir nicht groß helfen, da die kaum über 500-2000 Wörter hinaus gehen, deswegen hab ich jetzt für den Anfang Probleme mir was auszudenken, haha. Aber für die späteren Kapitel wird es dann sicher eine große Hilfe werden. 🙂
        Oh, ja das ist wirklich eine große „Erleichterung“ mit einem großen Schreibtisch! Da kann man alles stehen und liegen lassen und hat trotzdem Platz, haha. xD
        Das darfst du auch! 😉 Denn damit hab ich jemanden von dem ich weiß das er mehr lesen will. 😀 ❤
        Ganz liebe Grüße zurück ❤

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  12. Ich musste auch einmal die Rolle rückwärts machen. Das war viel zu grob, zu gehetzt erzählt und aus heutiger Sicht einfach Grütze. Die Arbeit von drei Monaten schien umsonst.
    Aber das einfach Drauflosschreiben scheint mein Weg zu sein, zu plotten und die Figuren kennen zu lernen. Ich denke, auch Dir hat dieser erste Versuch geholfen, mehr über die Geschichte zu erfahren.

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    1. Ja, du hast völlig recht!
      Jetzt, wo ich das erste Kapitel (fast) fertig überarbeitet habe und sehe, um wie viele Längen der Text besser geworden ist, da haben sich unendlich viele Glücksgefühle in mir breit gemacht und ich habe erkannt, dass ich doch das Zeug zum Schreiben habe^^
      Ich habe diese ganzen Irrungen und Wirrungen gebraucht, um an dem Punkt anzukommen, an dem ich jetzt stehe, von daher ist nie ein einziges Wort, dass man geschrieben hat, Verschwendung 🙂
      Und schön zu sehen, dass ich nicht die Einzige bin, bei der es so abläuft ;P

      Gefällt 1 Person

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